Hypos letzter Tanz auf internationaler Bühne
Hypos Volleyballer verabschiedeten sich am Mittwoch mit einer 1:3-Niederlage gegen Piacenza in der USI-Halle vom internationalen Geschäft.
Von Daniel Suckert
Innsbruck — Dass der italienische Tabellensechste, Piacenza, eine ganz schwer zu knackende Nuss für den österreichischen Volleyballmeister darstellen würde, hatte man schon vor dem ersten Aufschlag gewusst. Und trotzdem schmerzte der Auftritt am Mittwochabend beim CEV-Rückspiel noch ein wenig mehr. Denn das 1:3 (0:3 im Hinspiel) bedeutete zugleich das Ende der heurigen europäischen Volleyball-Reise.
Mit vielen Hoffnungen war die Truppe von Manager Hannes Kronthaler auch heuer wieder in die Champions League gestartet. Die erste Hürde nahmen Kapitän da Silva und Co. souverän, gegen Friedrichshafen (GER) stand man vor dem Einzug in die Gruppenphase. Doch exakt dann folgten die Rückschläge: Der deutsche Gegner war in beiden Spielen eine Nummer zu groß und wenig später kam der überraschende Doping-Fall von Außenangreifer Masliev, der jede Menge Staub aufwirbelte.
Am Mittwoch fand das internationale Kapitel mit dem Rückspiel im CEV-Cup für Hypo sein vorläufiges Ende. Gepaart mit einem Hauch von Nostalgie: Schließlich kehrte man erstmals seit drei Jahren mit einem europäischen Duell wieder in die USI-Halle zurück. An jenen Ort, wo man vor sieben Jahren mit dem Aufstieg ins Champions-League-Play-off den größten Erfolg gefeiert hatte.
Ähnliches war den Dunkelblauen gestern leider nicht vergönnt. Nach nicht einmal 50 Minuten hatten die italienischen Stars die zwei nötigen Sätze (25:20, 25:16) für den Aufstieg fixiert. „Der große Unterschied liegt auf diesem Niveau in der Annahme und beim Service", analysierte Manager Hannes Kronthaler und fügte ein Resümee an: „Gegen Friedrichshafen war sicher mehr drinnen, da hatten wir die große Chance."
Am Schluss konnte Hypo noch Ergebniskorrektur betreiben — aber in Summe war der Gewinn des dritten Satzes zu wenig.