Innsbruck Land

Kompetenzen im Alltag wieder stärken

Jede Menge Tracht und fröhliche Gesichter sah man gestern in der Innsbrucker Messe beim Bezirksbäuerinnentag.
© Mitterwachauer

Zum 60. Mal ging gestern in der Messe der Bäuerinnentag des Bezirks Innsbruck Stadt/Land über die Bühne. Der Blick in die Zukunft war ein zentraler.

Innsbruck –Runde Geburtstage soll man feiern. Das dachten sich gestern auch die über 600 Bäuerinnen des Bezirks Innsbruck Stadt/Land, die der Einladung zum 60. Bäuerinnentag in die Messe Innsbruck gefolgt waren.

Viel habe sich seit den Anfängen der Bäuerinnenorganisation geändert, blickte Landesbäuerin Resi Schiffmann zurück. Die Tiroler Organisation ist erst 55 Jahre alt. Lag das Hauptaugenmerk früher darauf, die Menschen mit Lebensmitteln in Form von Samen-Verteilaktionen zu versorgen, wollen die Bäuerinnen in der Zukunft noch stärker in ihrer „Rolle als Botschafterinnen der Landwirtschaft nach außen“ in Erscheinung treten.

Landesbäuerin Resi Schiffmann (l.) und Bezirksbäuerin Karoline Schapfl.
© v

Denn vieles, so Schiffmann, für das die heimische Landwirtschaft und mit ihr ihre Erzeugnisse stünden, sei in Vergessenheit geraten. 20 ausgebildete Bäuerinnen unterrichten seit nunmehr sieben Jahren in (ehemaligen) Haupt- und Neuen Mittelschulen. Inzwischen habe man so rund 18.000 Kinder für regionale Produkte sowie Anliegen und Herausforderungen der Landwirtschaft sensibilisiert. Künftig soll auch die Vermittlung von „Alltagskompetenzen“ mehr in den Fokus rücken, sagt Schiffmann, die bereits seit 14 Jahren der Bäuerinnenorganisation vorsteht.

Trotz herber Rückschläge und vieler Herausforderungen, wie beispielsweise der niedrigen Milchpreise, hoffen die Bäuerinnen auf bessere Zeiten. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagt Bezirksbäuerin Karoline Schapfl. Gerade die Frauen hätten in den vergangenen Jahrzehnten neue Betriebszweige geschaffen, wie Urlaub am Bauernhof oder auch die boomende Direktvermarktung. Ein großes Thema ist auch die Kinderbetreuung. Obwohl gerade in bäuerlichen Kreisen die Kinderbetreuung oft Familiensache ist, wird der Ausbau von Betreuungseinrichtungen unterstützt. „Die Kombination ist sehr gut“, sagt Schapfl.

Nächster Höhepunkt ist am 20. April der Bundesbäuerinnentag mit gut 1000 Delegierten aus ganz Österreich in Alpbach. (mami)

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