Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis im Minus

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis ist am Mittwochvormittag gefallen. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent...

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis ist am Mittwochvormittag gefallen. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 54,97 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Dienstag notierte der Brent-Future zuletzt bei 55,47 Dollar, daraus ergibt sich ein Minus von 0,90 Prozent.

Der Handel am Ölmarkt verlief im Frühhandel ruhig und ohne größere Impulse. Am Abend werden die Daten des privaten American Petroleum Institute (API) zu den Öl-Lagerbeständen in den USA in der abgelaufenen Woche veröffentlicht. Aufgrund des US-Feiertags am Montag erfolgt die Veröffentlichung um einen Tag verzögert. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Rückgang der Reserven um rund eine Million Barrel. Die offiziellen Regierungsdaten folgen ebenfalls um einen Tag später als üblich am morgigen Donnerstag.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Dienstag auf 52,60 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Dienstag hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 52,17 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich leicht schwächer. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.213,18 Dollar (nach 1.216,05 Dollar im Nachmittags-Fixing am Dienstag) gehandelt. Trotz der leichten Verluste konnte das Edelmetall seine deutlichen Vortagesgewinne weitgehend halten und hielt sich klar über der Marke von 1.200 US-Dollar.

Am Mittwoch hatte der Goldpreis im Vorfeld der Brexit-Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zugelegt. Die Rede hätte dann allerdings wenig Neues zutage gefördert, heißt es in einer Einschätzung der Commerzbank. Damit dürfte es rund um den Austritt Großbritanniens aus der EU weiter „eine latente Verunsicherung unter den Marktteilnehmern“ geben, die „letztlich zu einer soliden Goldnachfrage vor allen im Großbritannien und Kontinentaleuropa“ beitragen werde, erwarten die Commerzbank-Analysten.