Tiroler Landesmuseum leistet sich mit „musikmuseum“ eigenes Label

Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum leistet sich mit dem „musikmuseum“ ein eigenes Musiklabel, unter dessen Namen auch Konzerte veranstaltet werden.

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Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.
© TT

Innsbruck - Mit dem „musikmuseum“ verfügt das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum als einziges Landesmuseum Österreichs über ein eigenes Musiklabel. Bereits seit 2009 werden unter diesem Namen unter anderem eigene Musikaufnahmen in CD-Form veröffentlicht und Konzerte veranstaltet. Auch im Jahr 2017 wird das Musiklabel wieder sehr aktiv sein, teilten die Verantwortlichen mit.

Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Innsbruck betonte Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmussen, dass man mit dem Musiklabel „musikmuseum“ eine österreichweite Besonderheit vorzuweisen habe. Es sei in ganz Österreich das einzige Musiklabel eines Landesmuseums. Ziel dabei sei es, bei diesem, dauerhaft und nachhaltig zu arbeiten, führte Meighörner aus.

„Soll als CD- und Konzertreihe verstanden werden“

Franz Gratl, Kustos der Musiksammlung und Labelchef, merkte an, dass es nicht darum ginge, lediglich CDs zu produzieren. Das „musikmuseum“ solle als CD- und Konzertreihe verstanden werden. Außerdem ginge es verstärkt darum, die Aufnahmen und Veranstaltungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Als Ergebnis dieser Bestrebungen nannte er zum Beispiel den Folder, der seit einigen Jahren die jährlichen Aktivitäten zusammenfasse. Insgesamt habe man es beim „musikmuseum“ mit einem Zusammenspiel von Konzertveranstaltungen, CD-Produktionen und Sammlungsarbeit zu tun. Wichtig war es Gratl zu betonen, dass es bei den Konzerten keine von außen zugekauften Programme gebe. So spiegle sich die Arbeit der Musiksammlung in den Konzerten und Tonaufnahmen wider.

Bei der Musiksammlung und mit Hilfe des „musikmuseum“ gebe es außerdem das Anliegen, dass historische Instrumente, soweit vertretbar und in der Hand von guten Musikern, auch gespielt werden, merkte Meighörner an. „Das tut dem Instrument gut“, gab sich Meighörner überzeugt.

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Auch eine konkrete Einbettung in die Tiroler Musikgeschichte ist ein wichtiges Anliegen. Vom 20. bis 22. November findet beispielsweise eine Tagung mit dem Titel „Schullehrer als Träger der ländlichen Musikpflege“ statt. Dabei wird Musik von und aus dem Umkreis von Tiroler „Lehrer-Organisten“ präsentiert. Auch hier soll abermals dem formulierten Anspruch, nicht nur theoretisch arbeiten zu wollen sondern Musik zum Klingen zu bringen, nachgekommen werden.


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