Eisige Nächte in Tirol: Unter -20 Grad in Tannheim und Seefeld
Schon die vergangene Nacht war eiskalt. Bis Samstag sinken nachts die Temperaturen noch weiter – verbreitet in den zweistelligen Minusbereich. Kleines Trostpflaster: Tagsüber scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel.
Innsbruck – -18 Grad in St. Jakob im Defereggen und Tannheim, -17,9 Grad in St. Leonard im Pitztal: Schon in der vergangenen Nacht war es richtig kalt in Tirol. Noch eisiger war es im vorarlbergischen Schoppernau: Da sank das Thermometer auf -20,2 Grad.
Auch in den kommenden drei Nächten empfiehlt sich der Griff zur Wärmflasche. Laut UBIMET-Prognose sinken die Temperaturen noch weiter. Zweistellige Minusgrade sind dann in Tirol keine Seltenheit. Kältepolen werden dann laut Voraussage wieder Tannheim und auch Seefeld sein. „Die Extremwerte vom 7. Jänner mit -26 Grad werden wohl nicht erreicht werden. Aber zwischen -24 und -20 Grad können es schon werden“, sagt UBIMET-Experte Konstantin Brandes gegenüber der Tiroler Tageszeitung Online. In Innsbruck wird das Quecksilber wohl auf bis zu -13 Grad sinken.
Kaiserwetter bis in die kommende Woche
Zu verdanken sind die eisigen Temperaturen Hoch „Brigitta“, das in den kommenden Tagen für wolkenlosen Himmel sorgt. Dadurch kühlt die Luft sehr gut aus. Die Schneedecke begünstigt die Abkühlung noch zusätzlich.
Tagsüber bleibt es in den Tälern frostig, dafür strahlt den ganzen Tag die Sonne. „Auf den Bergen schwächt sich die große Kälte hingegen ab, von minus zehn Grad in 2000 Metern steigen die Temperaturen bis zum Wochenende auf Werte um den Gefrierpunkt“, erklärt UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer in einer Aussendung. „Durch die extrem trockene Luft herrscht zudem eine ausgezeichnete Fernsicht, auf den heimischen Skipisten stellen sich also perfekte Bedingungen ein.“
Ein Ende des Kaiserwetters ist noch nicht abzusehen. Nach derzeitigen Prognosen bleibt „Brigitta“ bis in die kommende Woche und Schlechtwetterfronten machen einen großen Bogen um Österreich. Nach und nach setzt sich auch in den Niederungen die etwas weniger kalte Luft durch. Der Gefrierpunkt wird dann wieder etwas häufiger überschritten. (TT.com)