Bosnisch-serbischer Präsident ist „stolz“ auf US-Sanktionen

Sarajevo/Banja Luka (APA) - Der Präsident der serbischen Teilrepublik von Bosnien-Herzegowina, Milorad Dodik, ist laut eigenen Angaben „stol...

Sarajevo/Banja Luka (APA) - Der Präsident der serbischen Teilrepublik von Bosnien-Herzegowina, Milorad Dodik, ist laut eigenen Angaben „stolz“ auf die gegen ihn verhängten US-Sanktionen. Die Sanktionen seien ein Beweis dafür, dass die Interessen der Republika Srpska - darunter der umstrittene Nationalfeiertag am 9. Jänner - für ihn nicht verhandelbar seien, wie er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Banja Luka erklärte.

Außerdem betrachte er die Maßnahme gar nicht als US-Sanktionen, sondern als Sanktionen der scheidenden US-Administration, so Dodik. Die Maßnahmen würden ihn auch gar nicht treffen, gab sich Dodik überzeugt, da er kein Vermögen auf US-Konten habe. Er sei stolz darauf, dass der umstrittene eigene Nationalfeiertag der bosnischen Serben, den das Verfassungsgericht Ende 2015 für verfassungswidrig erklärt hatte, nicht abgeschafft worden sei. „Wir werden ihn noch stärker feiern“, kündigte der Politiker an.

Die USA haben wegen der Begehung des verbotenen Feiertags vergangene Woche Sanktionen gegen den umstrittenen Politiker der bosnischen Teilrepublik Republika Srpska verhängt. Neben dem Einfrieren möglicher Konten in den USA wurde ein Einreiseverbot gegen Dodik verhängt. US-Bürger dürfen außerdem keine Geschäfte mehr mit dem bosnisch-serbischen Präsidenten machen. Belgrad wird sich den US-Sanktionen nicht anschließen, ließ Serbiens Premier Aleksandar Vucic wissen.