Erdbeben in Mittelitalien - Drei Viehzüchter in den Marken vermisst
Amatrice/Rom (APA) - Nach den schweren Erdbeben am Mittwochvormittag werden in der tiefverschneiten Gegend von Arquata del Tronto drei Viehz...
Amatrice/Rom (APA) - Nach den schweren Erdbeben am Mittwochvormittag werden in der tiefverschneiten Gegend von Arquata del Tronto drei Viehzüchter vermisst. Sie waren unterwegs, um ihre Tiere mit Futter zu versorgen. „Wir sind sehr besorgt. Wir suchen sie, haben aber keine Nachrichten“, sagte der Bürgermeister Aleandro Petrucci.
Die Viehzüchter hätten nach dem Erdbeben im Oktober die Gemeinde verlassen sollen. Sie hatten jedoch beschlossen, wegen ihrer Tiere zu bleiben und lebten in Containern unweit der zerstörten Stallungen.
Der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, ist wegen der anhaltenden Schneefälle besorgt. „Der wahre Notstand ist nicht das Erdbeben, sondern der Schnee. Einige Teile der Gemeinde Amatrice sind wegen des Schnees von der Umwelt komplett abgeschnitten“, so Pirozzi. In der Region Marke herrscht sogar Lawinengefahr.
Die Erdbeben am Mittwoch sorgten für chaotische Zustände in Rom. Mehrere Gebäude wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert und ihre Sicherheit geprüft. Da die U-Bahn-Linien geschlossen wurden, stürmten Passagiere Busse und Taxis. Die Lifte im Kolosseum waren aus Sicherheitsgründen ebenfalls außer Betrieb, Roms Wahrzeichen blieb jedoch weiterhin zugänglich.