USA 2016 zum zweiten Mal Deutschlands größter Exportkunde

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die USA haben ihren Status als wichtigster Kunde der deutschen Exporteure 2016 wohl verteidigt. Die Ausfuh...

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Die USA haben ihren Status als wichtigster Kunde der deutschen Exporteure 2016 wohl verteidigt. Die Ausfuhren in die weltgrößte Volkswirtschaft summierten sich in den ersten elf Monaten auf rund 98,4 Mrd. Euro. Das sind fast fünf Milliarden mehr als im zweitplatzierten Frankreich umgesetzt wurde.

Das Nachbarland Deutschlands war von 1961 bis 2014 ununterbrochen größter Abnehmer von Waren „Made in Germany“ und wurde 2015 von den Vereinigten Staaten abgelöst. „Die USA haben ihren Spitzenplatz in unserer Export-Rangliste verteidigt“, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters.

Allerdings sind die Ausfuhren dorthin im vergangenen Jahr um rund sechs Prozent gefallen - wegen der zeitweise lahmenden Konjunktur und weil viele Unternehmen mit Investitionen wegen der Präsidentenwahl zögerten. „Erst zum Jahresende hin zeigte sich der Handel mit den USA wieder dynamischer“, so Treier. „Hauptgrund dafür ist der schwächere Euro, der deutsche Waren dort günstiger macht.“ Kostete die Gemeinschaftswährung im vergangenen Jahr noch bis zu 1,15 Dollar (1,08 Euro), so notiert sie derzeit nur noch bei knapp 1,07 Dollar.

Auch der Handel mit Frankreich schrumpfte im vergangenen Jahr. Die Exporte dorthin nahmen um knapp zwei Prozent ab. Die nach Deutschland zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone leidet seit Jahren unter einer mauen Konjunktur.