Brexit - Tusk: Keine Möglichkeit der Rosinenpickerei für London

London/Straßburg (APA) - EU-Ratspräsident Donald Tusk hat zum Brexit betont, dass es „keine Möglichkeit der Rosinenpickerei“ für Großbritann...

London/Straßburg (APA) - EU-Ratspräsident Donald Tusk hat zum Brexit betont, dass es „keine Möglichkeit der Rosinenpickerei“ für Großbritannien gebe. Es wäre „gut, wenn unser Partner das einsieht“, sagte Tusk am Mittwoch im EU-Parlament in Straßburg.

Die EU beharre darauf, dass die vier Grundfreiheiten unteilbar seien. Dies hätten die 27 Staats- und Regierungschefs zuletzt auch klargemacht. Auch sei klar, dass erst dann Verhandlungen über den Brexit beginnen können, wenn die Briten den Austrittsknopf drücken.

Zur jüngsten Rede der britischen Premierministerin Theresa May lobte Tusk gleichzeitig die „herzlichen ausgewogenen Worte zur Integration. Das klang eher nach Churchill als nach Trump“.

Generell merkte Tusk an, dass „die Welt gefährlicher geworden“ sei. Es gebe mehr offene Konflikte, Terrorismus und hybride Kriegsführung sowie Fehlinformationen in der Öffentlichkeit. Wesentlich sei es für die EU, die Verteidigung in der Partnerschaft mit der NATO zu stärken. Der EU-Ratspräsident forderte dabei auch mehr Verteidigungsausgaben ein. Im Sicherheitsbereich verlangte Tusk auch ein schnelleres Arbeiten der EU als bisher.

~ WEB http://www.europarl.europa.eu/portal/de ~ APA474 2017-01-18/15:28