Fashion Week Berlin: Dramatik in Metallic bei Rebekka Ruetz
Berlin/Innsbruck/Wien (APA) - „Whatever“ heißt die Kollektion für Herbst/Winter 2017/18 von Rebekka Ruetz, die Mittwochnachmittag auf der Fa...
Berlin/Innsbruck/Wien (APA) - „Whatever“ heißt die Kollektion für Herbst/Winter 2017/18 von Rebekka Ruetz, die Mittwochnachmittag auf der Fashion Week Berlin vorgestellt wurde. Der Titel steht wohl für die Nonchalance, mit der die Innsbruckerin Stilelemente aus den 80er-Jahren und der Antimoderne in dramatisch schöne Looks gegossen hat.
36 Outfits zeigte die Tirolerin, erfolgreicher Dauergast auf der Berliner Modewoche. Hervor stach ein Overall mit schmalem Taillengürtel und Jogginghosen-Bündchenabschluss am Bein in einem metallisch glitzernden Bronzeton. Aus dem gleichen Material gab es auch Minikleid und -rock, Mantel und Siebenachtel-Hosen. Das Kollektionsmotto buchstäblich aufgegriffen hat Ruetz in einem nudefarbenen T-Shirtkleid, das Aufschriften wie „Whatever“ und noch andere coole Sprüche zierten. Von der Decke hingen Discokugeln.
Blusen und Kleider zierten vielfach Rüschen und große Schleifen. Ein Volantrock in Lederoptik wurde zu einem weitmaschigen Stricktop kombiniert. Grober Strick spielte insgesamt eine große Rolle, als lässiger Pulli oder gleich als ganzes Kleid mit Seitentaschen. Punkig und doch edel waren Oberteile und Kleider aus Feinstrick mit Löchern, fragil wirkten Slipdresses, die Ruetz mit Langarmshirts mit kleinen Rollkrägen wintertauglich macht. Mäntel hat die Innsbruckerin in Oversized-Sakko-Schnitten entworfen, auch Capes waren zu sehen. Als Reminiszenz an die Tiroler Heimat, ihre wichtigste Inspirationsquelle, dürfen wohl Elemente aus grauem Loden gelten.
Die Models mit dramatisch gelockten Löwenmähnen trugen geometrisch aufgemalten roten Lidschatten und dunkel umrahmte rote Lippen, dazu entweder kniehohe Stiefel in Metallic- und Velourlederoptik oder Lurexsöckchen zu metallisch glitzernden Pumps. Farblich gab es viele Metallic-Stoffe und tiefdunkles Schwarz, Kieselgrau und Torfbraun, dazwischen warmes Gelb und Pastelltöne sowie helle Nuancen, die von der Designerin als Bimssteinbeige, Aschweiß und Pergamentweiß genannt werden.
Rebekka Ruetz, geboren 1984, absolvierte die Modeschule in Innsbruck und die Akademie Mode und Design in München, ehe sie u.a. bei ihrem Tiroler Landsmann Peter Pilotto in London Berufserfahrung sammelte und 2009/10 ihr Modelabel gründete. Seit 2011 präsentiert sie ihre Kollektionen regelmäßig auf der deutschen Modewoche. Beim Entwerfen sehe sie moderne Amazonen vor sich, sagt sie von sich selbst.