Abbas fordert Trump zu Friedensbemühungen in Nahost auf

Ramallah/Jerusalem (APA/dpa) - Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat den neuen US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch dazu aufgerufen, s...

Ramallah/Jerusalem (APA/dpa) - Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat den neuen US-Präsidenten Donald Trump am Mittwoch dazu aufgerufen, sich für eine Friedensregelung in Nahost einzusetzen. Abbas bekräftigte gleichzeitig Warnungen vor einem Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

„Dies würde den Friedensprozess zerstören und wäre ein illegaler Akt“, sagte Abbas bei einer Pressekonferenz mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda in Bethlehem. Donald Trump hat im Wahlkampf wiederholt bekräftigt, er wolle die Botschaft nach Jerusalem verlegen. Dieses Ziel hatten mehrere US-Präsidenten ausgegeben, aber nie umgesetzt. Wenn die neue US-Regierung die Verlegung vollziehen will, kann sie das frühestens Mitte des Jahres. Trump ist von diesem Ziel bisher nicht abgerückt.

Duda besuchte in dem Ort im südlichen Westjordanland die Geburtskirche, die laut christlicher Überlieferung als Geburtsort Jesu gilt. Trump habe ihm versichert, er werde im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern einen ausgewogenen Standpunkt einnehmen, sagte der polnische Präsident. „Er hat gesagt, er werde eine ausgeglichene Politik verfolgen, und ich sollte nicht glauben, was ich in den Medien höre“, sagte Duda.