Schwerverletzte bei Skiunfällen in Tirol, Kind stürzte aus Sessellift
Auf Tirols Pisten kam es am Mittwoch zu mehreren, teils schweren Skiunfällen. Der Sturz einer Sechsjährigen aus einem Sessellift in Lienz endete glimpflich.
Innsbruck – Der Schutzengel einer Sechsjährigen hat am Mittwoch in Lienz ganze Arbeit geleistet. Das Mädchen war gemeinsam mit anderen Kindern und einer 40-Jährigen auf dem Weg zu einem Skiausflug. Die Gruppe stieg gegen 16 Uhr in den 6er-Sessellift der Schlossbergbahn ein – die Sechsjährige schaffte es allerdings nicht, sich rechtzeitig hinzusetzen. Versuche der Begleiter, sie noch mit hinaufzuziehen, scheiterten.
Erst als sich der Sessellift bereits in knapp 5,6 Metern Höhe befand, stoppte der Liftangestellte die Anlage und fuhr den Lift zurück. Die Begleiter des Mädchens hatten aber keine Kraft mehr, sie festzuhalten. Das Kind stürzte aus mehreren Metern auf den mit Schnee bedeckten, aber leicht gefrorenen Boden. Wie sich im Krankenhaus Lienz herausstellte, überstand sie den Sturz ohne Verletzungen.
Schwerverletzte im Unterland und Osttirol
Mit schweren Kopfverletzungen musste indes ein 16-Jähriger am Nachmittag vom Notarzthubschrauber in das Bezirkskrankenhaus nach Schwaz geflogen werden. Der Deutsche kam kurz vor der Talstation SL-Lamark im Skigebiet Hochfügen zu Sturz, geriet über den Pistenrand hinaus und prallte gegen einen Pkw, der auf einem angrenzenden Parkplatz stand.
Auch im Oberland ereignete sich ein Skiunfall, bei dem eine Urlauberin aus Australien verletzt wurde. Die 59-Jährige stieß im Skigebiet Sölden (Tiefenbachferner) mit einem Deutschen (60) zusammen. Mit Verletzungen unbestimmten Grades wurde die Frau zur Medalp nach Sölden gebracht.
Einen weiteren Zusammenstoß zweier Wintersportler gab es am Vormittag in Matrei in Osttirol. Auf der Cimarossabfahrt kollidierte ein 16-jähriger Däne mit einer 42 Jahre alten Frau aus Polen. Dabei wurde die Polin schwer, der Jugendliche unbestimmten Grades verletzt. Beide wurden in das Krankenhaus Lienz eingeliefert. (TT.com)