UNO-Generalsekretär Guterres verurteilt Selbstmordanschlag in Mali

New York/Gao (APA/dpa) - UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat den Selbstmordanschlag in Mali mit mindestens 60 Toten auf das Schärfste v...

New York/Gao (APA/dpa) - UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat den Selbstmordanschlag in Mali mit mindestens 60 Toten auf das Schärfste verurteilt. Die „abscheuliche Tat bekräftigt die Entschlossenheit der Vereinten Nationen“, das Volk und die Regierung Malis bei ihrem Kampf gegen Terrorismus und ihrer Suche nach Frieden zu unterstützen, teilte Guterres am Mittwoch mit.

Guterres rief die beteiligten Parteien dazu auf, die Bedingungen des Friedensabkommens von 2015 vollständig umzusetzen und Attacken wie diese mit allen Mitteln zu vermeiden.

Zu dem Anschlag hatte sich die islamistische Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannt. Nach Regierungsangaben waren in einem Militärstützpunkt in der nördlichen Stadt Gao mindestens 60 Menschen getötet und 115 weitere teils schwer verletzt worden. Die Terrorgruppe sprach von 80 Toten.

In Gao ist auch die UNO-Friedensmission zur Stabilisierung des Landes (MINUSMA) stationiert. Erst am Samstag hatte der französische Präsident Francois Hollande die Truppen in Gao besucht. Deutschland hat kürzlich die Aufstockung seiner Truppenobergrenze im Rahmen der UNO-Mission von derzeit 500 auf 1000 Soldaten beschlossen.

Seit dem Vorjahr sind auch sechs Bundesheer-Soldaten an MINUSMA, der gefährlichsten UNO-Mission weltweit, beteiligt. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EU bilden zudem 14 österreichische Soldaten einheimische Kollegen aus.