Ischinger glaubt nicht an Männerfreundschaft zwischen Putin und Trump

München (APA/dpa) - Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält eine Männerfreundschaft zwischen Putin und Trump ...

München (APA/dpa) - Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält eine Männerfreundschaft zwischen Putin und Trump für völlig illusorisch. Putin brauche wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage im Land einen äußeren Feind, um sein Land hinter sich zu vereinen. „Putin kann es sich nicht leisten, eine wirkliche Männerfreundschaft mit Trump anzufangen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Er erkenne auch nicht, wie sich das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen rasch verbessern könne, fügte der deutsche Diplomat hinzu.

Die diesjährige Sicherheitskonferenz vom 17. bis 19. Februar wird besonders im Zeichen des Regierungswechsels in den USA stehen. Bevor Trump überhaupt ins Amt gekommen sei, sei weltweit eine erhebliche Verunsicherung eingetreten, sagte Ischinger.

Man könne sich nur wünschen, dass Trump nach seiner Amtseinführung nicht mehr „einfach so drauflos twittert und dass er sich nicht benimmt wie der König irgendeines nebensächlichen Inselstaats, der halt irgendwas sagt, sondern dass er sich benimmt wie der Präsident des wichtigsten Lands der Welt, zumindest was die militärische Leistungskraft angeht.“