Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 0,94 Prozent a...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 0,94 Prozent auf 19.072,25 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 0,21 Prozent auf 23.049,96 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 0,38 Prozent auf 3.101,30 Punkte. Der südkoreanische Kospi gewann 0,11 Prozent auf 2.072,79 Einheiten.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit Gewinnen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.308,60 Zählern mit plus 0,19 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 0,20 Prozent auf 5.745,40 Einheiten.

Aus makroökonomischer Sicht rückten am Donnerstag neben den Aussagen der US-Notenbankerin Janet Yellen zur starken amerikanischen Wirtschaft und weiteren Zinsschritten auch die morgige Amtseinführung von Donald Trump in den Fokus der Anleger.

Während Yellens Rede für ein Plus bei Exportwerten in Tokio gesorgt hatte - Sharp gewannen 4,59 Prozent, Toyota stiegen um 1,77 Prozent und Honda legten 2,5 Prozent zu - dürfte Donald Trumps anstehende US-Präsidentschaft mehrheitlich für Verunsicherung in China gesorgt haben.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse schreibt im Zusammenhang damit, dass die Vereidigung Donald Trumps eine neue Ära in der Weltwirtschaft einleiten werde. Sein Amtseintritt könne das Ende der Globalisierung bedeuten, meinen die Bankanalysten. Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos waren ähnliche Kommentare von der britischen Regierungschefin Theresa May zu vernehmen.

Bei den Einzelwerten rutschten am Tokioter Börsenparkett die Wertpapiere des Elektronikkonzern Toshiba mit einem glatten 16-prozentigen Minus aus. Das Unternehmen überlegt laut Medienberichten sein Halbleitergeschäft an Branchenrivalen Western Digital zu verkaufen.

Im südkoreanischen Busan zeigten sich unterdessen Samsung Electronics mit 1,5 Prozent und die Aktien von Samsung SDI, Bildschirm- und Batterie- und Akkuhersteller Samsungs, mit satten 6,2 Prozent im Plus. Hintergrund dafür dürfte der ausbleibende Haftbefehl auf Konglomerats-Chef Jay Lee sein. Lee wurde vorgeworfen in einem Korruptionsskandal mit Präsidentin Park Geun-hye verwickelt zu sein.

Zuletzt gab es auch Neuigkeiten aus Australien. In Sidney gewannen die Wertpapiere des Käseherstellers Bega Cheese 15 Prozent. Branchenkollege Mondelez hatte zuvor seinen Rückzug aus einem Teilbereich des australischen Marktes angekündigt.