Lawine verschüttete Hotel - Erinnerungen an Unglück im Paznauntal

Galtür (APA) - Der Lawinenabgang in den Abruzzen erinnert an das schreckliche Unglück im Tiroler Paznauntal, bei dem durch zwei Lawinenabgän...

Galtür (APA) - Der Lawinenabgang in den Abruzzen erinnert an das schreckliche Unglück im Tiroler Paznauntal, bei dem durch zwei Lawinenabgängen insgesamt 38 Menschen getötet wurden. Zahlreiche Gebäude wurden verschüttet. Die Opfer, unter ihnen auch Kinder, stammten neben Galtür und Valzur aus Deutschland, den Niederlanden und Dänemark.

Die Katastrophe hatte am 23. Februar 1999 am späten Nachmittag ihren Anfang genommen. Nach lange anhaltenden Schneefällen und seit Tagen gesperrten Zufahrtsstraßen löste sich gegen 16.00 Uhr vom Grieskogel aus über 2.700 Metern Höhe eine Lawine und donnerte mit etwa 30 km/h auf einer Breite von 400 Metern ins Tal. Die gigantischen Schneemassen rissen elf Häuser zum Teil mit sich und kamen erst mitten in Galtür zum Stillstand.

Die Lawine hinterließ eine Spur der Verwüstung. Einwohner und Urlauber waren stundenlang auf sich selbst angewiesen. Wegen Schlechtwetters war der Ort erst am darauffolgenden Morgen - 14 Stunden nach dem Unglück - aus der Luft erreichbar.

Am Nachmittag des 24. Februar wurde dann der zu Ischgl gehörende Weiler Valzur von einer Lawine getroffen. Im Rahmen der größten Luftbrücke in der Geschichte Österreichs wurden unter ausländischer Mithilfe mehrere tausend Personen aus dem Tal evakuiert. Viele Tote konnten erst Tage nach dem Unglück aus den Schneemassen geborgen werden.