Lawine verschüttete Hotel -Weltweit 23 Lawinen von Erdbeben ausgelöst

Farindola (APA) - Von Erdbeben ausgelöste Lawinen wie jene, die das Hotel Rigopiano in der mittelitalienischen Region Abruzzen verschüttet h...

Farindola (APA) - Von Erdbeben ausgelöste Lawinen wie jene, die das Hotel Rigopiano in der mittelitalienischen Region Abruzzen verschüttet haben, sind weltweit eher eine Seltenheit. Eine 2010 veröffentlichte Studie des „Journal of Glaciology“ zählte 22 davon im Zeitraum zwischen 1899 und 2010. Eine weitere Lawine ereignete sich am Everest nach einem Erdbeben in Nepal im Jahr 2015.

Die Forscher der japanischen Universität von Nagoya stellten fest, dass sich Lawinen nach Erdbeben mit Stärken zwischen 1,9 bis 9,2 ausgelöst hätten. Die Distanz vom Epizentrum lag zwischen 200 Metern und 640 Kilometern. Die beschränkte Zahl der geprüften Fälle könnte damit verbunden sein, dass direkte Beobachtungen fehlen, da sich Lawinen meist in abgelegenen Gebieten ereignen. Es sei extrem schwierig, Lawinen als Folge von Erdbeben vorherzusehen, stellten die Forscher fest.

Der schlimmste Fall wurde nach einem Erdbeben in Peru im Jahr 1970 gemeldet. Eine Masse aus Schnee und Felsen löste sich vom Massiv Nevados Huascara, mit einer Höhe von 6.768 Metern der höchste Berg Perus, und forderte bis zu 20.000 Todesopfer. Weitere Lawinen wurden in Russland, in der Türkei, in Japan und in Indien registriert. In Nepal wurden nach dem verheerenden Erdbeben 2015 insgesamt 17 Bergsteiger verschüttet.