Museum der Moderne Salzburg zieht positive Bilanz
Salzburg (APA) - Das Museum der Moderne (MdM) schaut zufrieden auf das Jahr 2016 zurück. 104.000 Besucher konnten auf dem Mönchsberg und im ...
Salzburg (APA) - Das Museum der Moderne (MdM) schaut zufrieden auf das Jahr 2016 zurück. 104.000 Besucher konnten auf dem Mönchsberg und im Rupertinum verzeichnet werden und damit knapp 5.000 Besucher mehr als im Vorjahr. Für 2017 ist man mit 16 Ausstellungen zuversichtlich, an den Erfolg anknüpfen zu können.
Zwei der Ausstellungen finden im Ausland statt. Es handelt sich dabei um die Ausstellung „Kinetische Malerei / Kinetic Painting“ von Carolee Schneemann aus dem vergangenen Jahr. „Das war eine der erfolgreichsten Ausstellungen und wir konnten sie weiter verkaufen. Das freut uns, denn das bringt uns auch wieder Geld ein“, so Sabine Breitwieser, Direktorin des MdM, heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch. An das Gesamtbudget des Museums vom vergangenen Jahr werde man außerdem dieses Jahr mit ca. 16 Millionen Euro wieder herankommen.
Die Teilrenovierung des Rupertinums im Sommer 2016 sei gut verlaufen und die Eröffnung mit knapp 2.000 Besuchern sehr positiv ausgefallen. Außerdem startete im November 2016 die Errichtung des neuen Kunstdepots, die Ende dieses Jahres abgeschlossen werden soll. „Trotz der aktuellen Wetterbedingungen sind wir zuversichtlich, dass wir das schaffen“, so Breitwieser.
Zufrieden sei man auch mit der Vermittlung des Kunstverständnisses, die sich das Museum der Moderne groß auf die Fahnen schreibt. Jeder zehnte Besucher hat 2016 das Angebot der Kunstvermittlung in Anspruch genommen. Diese Angebote und die dazugehörigen Veranstaltungen konnten 10.800 Besucher erreichen. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr außerdem 216 Ankäufe und Schenkungen verzeichnet werden. Die Fotosammlung des Bundes macht dabei mit 201 Stück den Großteil aus. Zwölf Ankäufe konnte das Museum selbst tätigen.
Im Zentrum der Ausstellungen im Jahr 2017 stehen starke Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunst. So wurde aufgrund ihres großen Erfolges die Ausstellung von Walter Pichler „Radikal: Architektur und Prototypen“ bis zum 5. Juni verlängert. Als einzige Station in Europa wird das MdM Salzburg eine umfangreiche Ausstellung über das Werk der amerikanischen Cellistin und Performancekünstlerin Charlotte Moorman zeigen (4. März bis 18. Juni). Ein neues Projekt aus dem Bereich der Kunstvermittlung ist die Ausstellung „Aktionsraum Museum“, welche aus verschiedenen Workshops mit Salzburgern und Schülern entsteht. Aus aktuellem Anlass wird dem kürzlich verstorbenen Roland Goeschl die Ausstellung „Farbraum total“ gewidmet, die vom 7. April bis 16. Juli im Rupertinum zu sehen ist.
Zeitgleich zu den Salzburger Festspielen startet am 29. Juli eine Werkschau des südamerikanischen Künstlers William Kentridge, der im Sommer die Oper „Wozzeck“ inszeniert. Die Veränderung von Künstler und Werk wird in der Ausstellung „Auf/Bruch. Vier Künstlerinnen im Exil“ thematisiert. Im Zentrum stehen Arbeiten von Elly Niebuhr, Ellen Auerbach, Grete Stern und Friedl Dicker-Brandeis.
(SERVICE: www.museumdermoderne.at)