EBRD prognostiziert für Reformländer für 2017 höheres Wachstum
Wien/London (APA) - Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) erwartet für die Region, in der sie investiert, für heuer e...
Wien/London (APA) - Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) erwartet für die Region, in der sie investiert, für heuer einen moderaten Anstieg des Wirtschaftswachstums auf 2,5 Prozent. 2016 dürften es rund 1,5 Prozent gewesen sein. Getrieben werde das moderate Wachstum durch Russland und einige osteuropäische Länder, heißt es im heute veröffentlichten EBRD Transition Report 2016/17.
Der wirtschaftliche Ausblick für die Balkanregion bleibe relativ stark, die Anpassung der Einkommen an westeuropäische Verhältnisse werde sich fortsetzen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsraten in der Region für 2016 und 2017 werde knapp bei drei Prozent liegen. Ähnlich hoch werde das durchschnittliche Wachstum in Südosteuropa ausfallen.
Während sich die Rezession in Russland 2016 fortgesetzt haben sollte, wird für das Land für 2017 wieder ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Die niedrigen Rohstoffpreise und die Rezession in Russland würden das Wachstum in Zentral- und Osteuropa sowie Zentralasien weiter bremsen. Auch die ukrainische Wirtschaft dürfte 2016 wieder gewachsen sein. Trotz Strukturreformen sei das Vertrauen der Investoren in das Land aber gering.
Das Wachstum in der Türkei dürfte 2016 und 2017 nur moderat ausfallen. Private Investitionen und der Tourismus dürften sich nur graduell erholen. Der kurzfristige Ausblick für die südosteuropäische und mediterrane Region hat sich laut EBRD abgeschwächt, nicht zuletzt wegen dem sich abzeichnenden Rückgang beim Tourismus und schwacher Exportnachfrage. 2017 sollte das Wachstum allerdings wieder anziehen.
Die den Prognosen gegenüberstehenden Risiken seien vor allem geopolitischer Natur in und um die Region. Der Konflikt in Syrien und die Bedrohung durch den IS verschlimmere die Flüchtlingskrise. Von der Instabilität im Mittleren Osten dürften vor allem die südosteuropäisch-mediterrane Region und die Türkei stark betroffen sein. Auch die Lage in der Ostukraine bleibe volatil.
Darüber hinaus könnte eine starke Verlangsamung des Wachstums in China den Vertrauensverlust von Investoren verschlimmern und die Volatilitäten an den globalen Märkten vergrößern, worunter im derzeitigen Niedrigzinsumfeld besonders die globalen Banken leiden könnten.
~ WEB http://de.ebrd.com/ ~ APA358 2017-01-19/13:54