Diebin hatte 20 Identitäten
Diebstähle und Einbrüche sind die Spezialität zweier Mädchen. Woher sie kommen, wie sie heißen und wann sie geboren wurden, blieb gestern am...
Diebstähle und Einbrüche sind die Spezialität zweier Mädchen. Woher sie kommen, wie sie heißen und wann sie geboren wurden, blieb gestern am Landesgericht bis zu Prozessende unbekannt. So führt allein die Erstangeklagte nachweislich 20 Identitäten. Unter einem dieser Namen wurde die vermutlich 19-Jährige bereits in Frankreich viermal wegen Diebstahls verurteilt. Die Geburtsdaten von „Ariana“ und „Cristina“ variieren von 1993 bis 2004, deren Geburtsorte befinden sich je nach Einvernahme in Kroatien oder Italien. In Innsbruck konnte das Duo nach dem vierten Einbruch in einem Wohnhaus verhaftet werden. Jeweils waren die Schlösser abgedreht oder aufgehebelt worden. Danach fehlten aus Wohnungen Schmuck und Bargeld mit bis zu 5000 Euro Beutewert. Aufgrund der Spurenlage riet Verteidiger Markus Abwerzger zu Geständnissen. 24 Monate Haft (16 bedingt) sowie 21 Monate (14 bedingt) ergingen. Indes hat sich schon eine deutsche Anwaltskanzlei im Auftrag erkundigt, ob das Duo etwa in Innsbruck verhaftet worden sei.
Zwei Jahre Haft setzte es gestern hingegen für einen 26-jährigen Oberländer. Trotz 12 Vorstrafen hatte er im August Polizisten in einem Lokal auf das Wüsteste beleidigt und auch noch heftigen sowie schmerzhaften Widerstand mit Tritten geleistet.
Dass die Politik auch bei der Justiz für Heiterkeit sorgen kann, bewies ein Kokainprozess gegen zwei dazu geständige Serben. „Let we the church in the village!“, meinte darauf der Staatsanwalt in Anspielung auf ein FPÖ-Interview im russischen Staatsfernsehen. Milde 20 und 15 Monate Haft ergingen in allgemein heiterer Atmosphäre. (fell)