Moskaus Antwort auf Biden-Vorwürfe: Haben nie andere Länder bedroht
Moskau (APA/dpa) - Russland nimmt für sich in Anspruch, niemals andere Länder bedroht zu haben. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Don...
Moskau (APA/dpa) - Russland nimmt für sich in Anspruch, niemals andere Länder bedroht zu haben. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau als Reaktion auf Vorwürfe des scheidenden US-Vizepräsidenten Joe Biden. Dieser hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos gesagt, Russland schüchtere seine Nachbarn ein und versuche, die westlichen Demokratien zu untergraben.
„Russland hat niemals irgendwen eingeschüchtert, hat nie in fremden Ländern interveniert, nie ganze Länder zerstört und hat nicht vor, das zu tun“, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge.
Die Ukraine leidet darunter, dass Russland 2014 ihre Halbinsel Krim annektiert hat und prorussische Separatisten in ihrem Osten im Donbass unterstützt. Dadurch fühlen sich auch die baltischen Staaten und andere osteuropäische Länder bedroht. Peskow tat dies ab als „russophobe Stimmungen“, die von außen künstlich geschürt würden.
Kremlchef Wladimir Putin habe versucht, gute Beziehungen zu den USA unter Präsident Barack Obama aufzubauen, sagte Peskow. Dies sei aber nicht auf Gegenseitigkeit gestoßen. Russland setze auf einen Neuanfang unter Präsident Donald Trump, sagte Maria Sacharowa, die Sprecherin des Außenministeriums: „Wir hoffen, dass die Trump-Regierung genügend Weisheit und Konzentration für einen normalen, pragmatischen Dialog mitbringt, zu dem Russland immer bereit war.“