Gambia - UNO will gewählten Präsidenten im Machtkampf stützen
New York/Banjul (APA/Reuters) - Die Vereinten Nationen (UNO) wollen den Wahlgewinner in Gambia im Kampf um das Präsidentenamt unterstützen. ...
New York/Banjul (APA/Reuters) - Die Vereinten Nationen (UNO) wollen den Wahlgewinner in Gambia im Kampf um das Präsidentenamt unterstützen. Der UNO-Sicherheitsrat werde noch am Donnerstag eine Resolution beschließen, mit der Adama Barrow als legitimer Präsident des westafrikanischen Landes anerkannt wird, sagten UNO-Diplomaten.
In dem vom Senegal eingebrachten Entwurf werde die volle Unterstützung der westafrikanischen Staatengemeinschaft (ECOWAS) erklärt, die dafür sorgen solle, dass der Wählerwille der Gambier respektiert werde. Eine Mehrheit in dem mit Vertretern aus 15 Ländern besetzten Gremium gilt als sicher.
Der amtierende gambische Präsident Yahya Jammeh hatte das Wahlergebnis zunächst anerkannt, weigert sich jetzt aber das Amt zu übergeben.
Das Nachbarland Senegal hat mit Unterstützung weiterer Staaten der Region damit gedroht, in Gambia einzumarschieren, sollte Jammeh sein Amt nicht bis Freitag räumen. In der Resolution wird so auch an die gambischen Regierungssoldaten appelliert, sich nur nach den Anordnungen der demokratisch gewählten Autoritäten zu richten. Barrow wiederum will sich noch am Donnerstag in der gambischen Botschaft im Senegal vereidigen lassen.
In den Senegal sind nach UNO-Angaben bereits rund 25.000 Menschen aus Gambia geflohen, da sie Unruhen im Land fürchten. Gambia ist wegen seiner Sandstrände vor allem im Winter bei europäischen Touristen beliebt. Verschiedene Reiseveranstalter fliegen sie bereits aus dem Land aus.
~ WEB http://www.un.org/en/sc/ ~ APA488 2017-01-19/16:33