Taiwan: China soll sich nicht bei Trump-Amtseinführung einmischen
Taipeh/Washington/Peking (APA/dpa) - Taipeh hat einen Versuch Chinas verurteilt, die Teilnahme der taiwanesischen Delegation an der Amtseinf...
Taipeh/Washington/Peking (APA/dpa) - Taipeh hat einen Versuch Chinas verurteilt, die Teilnahme der taiwanesischen Delegation an der Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Donald Trump zu verhindern. Die Einmischung Pekings werde die Beziehungen zwischen China und Taiwan nicht verbessern, warnte der stellvertretende Minister des Rats für Festlandangelegenheiten, Chiu Chui-cheng, am Donnerstag in Taipeh.
Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, hatte am Mittwoch angegeben, man habe die USA gebeten, die Abordnung aus Taiwan nicht zu den Feierlichkeiten zuzulassen. Peking sieht Taiwan als abtrünnige Provinz und fordert mit seiner Ein-China-Doktrin, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zu der Inselrepublik unterhalten darf.
Taiwans ehemaliger Premier Yu Shyi-kun, der sein Land bei Trumps Amtseinführung vertreten soll, war am Montag in die USA gereist.
Trump hatte kurz nach seiner Wahl einen Wandel der US-Beziehungen zu China und Taiwan angedeutet, als er am zweiten Dezember einen Anruf des taiwanesischen Präsidenten Tsai Ing-wen annahm, der ihm zu seinem Sieg gratulierte. Das Telefonat mit Taipeh war das erste eines neu gewählten US-Präsidenten seit 1979.