Top-Manager warnen Trump vor Strafzöllen und Abschottung

Washington (APA/AFP) - Führende deutsche Manager haben den künftigen US-Präsidenten Donald Trump davor gewarnt, den Welthandel durch neue Zö...

Washington (APA/AFP) - Führende deutsche Manager haben den künftigen US-Präsidenten Donald Trump davor gewarnt, den Welthandel durch neue Zölle einzuschränken und damit Arbeitsplätze zu gefährden. Der Vorstandschef vom Industriedienstleister Bilfinger, Tom Blades, sagte der „Bild“-Zeitung (Freitag): „Handelsbarrieren sind langfristig keine Lösung gegen mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.“ Abschottung helfe nicht weiter.

„Heute agiert keiner mehr vollkommen unabhängig, schon gar nicht die großen Wirtschaftsmächte. Zölle und Handelsbarrieren sind schädlich für alle“, erklärte der Vorstandschef von Airbus, Thomas Enders, dem Blatt. Es sei daher für die Europäer wichtig, mit der neuen Trump-Administration schnell auf allen Ebenen den Dialog zu suchen.

Der Vorstandschef von Deutsche Post DHL, Frank Appel, betonte, „Zölle und Handelsbarrieren haben noch nie funktioniert. Auch US-Unternehmen brauchen offene Märkte.“ Appel zeigte sich zugleich optimistisch, dass Trump dies genauso sieht. „Wir werden daher in den nächsten Jahren weiteres Wachstum und weiteren Jobaufbau - auch in Deutschland sehen“, erklärte Appel.

Auch Manager ausländischer Firmen setzen demnach darauf, dass Trump den Freihandel nicht einschränkt. Der Verwaltungsratschef von Toyota, Takeshi Uchiyamada, erklärte gegenüber der Zeitung: „Donald Trump sagt, er wolle Amerika stärker machen. Mehr Jobs, mehr Investitionen in den USA. Wir wollen die US-Gesellschaft unterstützen. Unsere Ziele sind daher nicht so unterschiedlich.“

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber betonte, er erwarte von Trump eine „wirtschaftsfreundliche Politik“, weil „die Republikaner in den nächsten zwei Jahren die Mehrheit im US-Kongress halten“ und dadurch handlungsfähig seien.

Trump wird am Freitag offiziell ins Amt eingeführt. Im Wahlkampf und danach hatte er die Freihandelsverträge seines Landes hart kritisiert und neue Zölle, Subventionen für die heimische Wirtschaft und einen abgeschotteten Binnenmarkt angekündigt. Zuletzt hatte er in einem Interview zudem mit Strafzöllen gegen deutsche Autobauer gedroht.

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