„El Chapo“ - Das Leben des mächtigsten Drogenhändlers der Welt
Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Mexiko hat den Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman an die USA ausgeliefert. Der frühere Chef des Sinaloa-Kartells ...
Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Mexiko hat den Drogenboss Joaquin „El Chapo“ Guzman an die USA ausgeliefert. Der frühere Chef des Sinaloa-Kartells blickt auf ein bewegtes Leben in der mexikanischen Unterwelt zurück.
4. April 1957: Joaquin Guzman Loera - so der volle Namen - wird in dem Dorf La Tuna de Badiraguato im Bundesstaat Sinaloa im Nordwesten von Mexiko geboren.
1980: Guzman wird Mitglied des Guadalajara-Kartells von Miguel Angel Felix Gallardo.
9. April 1989: Felix Gallardo wird festgenommen und das Guadalajara-Kartell zerfällt. Guzman gründet das Sinaloa-Kartell.
24. Mai 1993: Bei einer Schießerei zwischen Mitgliedern des Tijuana-Kartells und des Sinaloa-Kartells auf dem Flughafen von Guadalajara kommen sieben Menschen ums Leben, darunter der Kardinal Juan Jesus Posadas Ocampo. Den Ermittlern zufolge wurde er mit „El Chapo“ verwechselt.
9. Juni 1993: Guzman wird in Guatemala festgenommen und an Mexiko ausgeliefert.
22. November 1995: „El Chapo“ wird zu 20 Jahren Haft verurteilt und in das Hochsicherheitsgefängnis Puente Grande im Bundesstaat Jalisco gebracht.
19. Jänner 2001: Versteckt in einem Wäschewagen und mit Hilfe des Wachpersonals flieht Guzman aus dem Gefängnis.
2. Juli 2007: „El Chapo“ heiratet die damals 18-jährige Schönheitskönigin Emma Coronel Aispuro.
2009: Mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde US-Dollar nimmt die Zeitschrift „Forbes“ Guzman in die Liste der reichsten Menschen der Welt auf.
Februar 2012: „El Chapo“ entgeht in Los Cabos knapp seiner Verhaftung. Zu dem Zeitpunkt treffen sich zahlreiche Außenminister in dem Badeort, um den G-20-Gipfel vorzubereiten.
Februar 2013: Die Organisation Chicago Crime Commission erklärt Guzman zum Staatsfeind Nummer 1 - ein Titel, der zuvor nur an den US-Gangster Al Capone vergeben wurde.
22. Februar 2014: Marineinfanteristen nehmen „El Chapo“ in der Küstenstadt Mazatlan im Bundesstaat Sinaloa fest.
11. Juli 2015: Guzman flieht durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano.
8. Jänner 2016: Marineinfanteristen fassen Guzman nach einer Schießerei mit seinen Leibwächtern in der Stadt Los Mochis im Bundesstaat Sinaloa.
20. Mai 2016: Das mexikanische Außenministerium stimmt einer Auslieferung in die USA zu. Gerichte in den US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien haben eine Überstellung beantragt. Sie werfen „El Chapo“ Mord und Drogenhandel vor.
19. Jänner 2017: Ein Gericht in Mexiko-Stadt lehnt einen Antrag Guzmans auf Schutz vor der Abschiebung ab. Damit sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft. „El Chapo“ wird an die USA ausgeliefert.