Ski: Slalom-Coach Pfeifer: „Hätten sich einen Stockerlplatz verdient“
Kitzbühel (APA) - Nach den Slaloms am Sonntag in Kitzbühel und Dienstag in Schladming werden die ÖSV-Trainer über das WM-Team für St. Moritz...
Kitzbühel (APA) - Nach den Slaloms am Sonntag in Kitzbühel und Dienstag in Schladming werden die ÖSV-Trainer über das WM-Team für St. Moritz beraten. Nur Marcel Hirscher ist in dieser Disziplin fix, die weiteren drei Athleten kommen aus der Gruppe von Technik-Coach Marko Pfeifer. Der setzt auf die Heimrennen. „Es wäre schön, wenn einer auf dem Stockerl wäre. Das wäre eine super Sache, das hätten sie sich verdient.“
Vom Tempo her habe man das drauf, meinte Pfeifer im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur, leider habe man ein bisserl mit den Ausfällen zu kämpfen. Er verwies auf den Lernprozess. „In gewissen Situationen fehlt ein bisserl die Routine, es wird falsch reagiert.“ Wichtig für ihn sei jedoch, dass es einen Schritt nach vor gegangen sei. „Vom Speed her können relativ viele ums Podium mitfahren, das war letztes Jahr sicher noch nicht der Fall.“
Jetzt gelte es, „den nächsten Schritt zu machen, die Fehler auszumerzen, abgebrühter zu werden und öfters zuzuschlagen“. Man werde alles daran setzen und arbeite stetig daran. „Aber wir werden das hinbringen, dass wir das in Zukunft machen und hoffentlich jetzt schon bei den Österreich-Rennen. Und dann schauen wir mal bei der WM.“ In der Reihenfolge ihrer Position in der Disziplinwertung hoffen Michael Matt, Marc Digruber, Manuel Feller, Christian Hirschbühl und Marco Schwarz auf eines von drei WM-Tickets.
„Es sind noch zwei Rennen, zwei Rennen sind viel. Und dann werden wir sicher einen besseren Aufschluss haben. Warten wir ab, was passiert, und dann wird man sich sicher entscheiden, in welche Richtung man geht“, war Pfeifer keine Tendenz zu entlocken. „Es ist für jeden alles offen, den Freiraum möchten wir uns einfach geben. Da hat keiner irgendwelche Vorschusslorbeeren.“ Auch nicht Matt mit seinem zweiten Rang in Levi im November.
„Wir schauen uns die Formkurve von jedem an, natürlich die Ergebnisse, natürlich die Weltranglistenplatzierung. Mit welcher Nummer wer startet, ob er Top 15 ist. Alle Sachen zusammen ergeben dann eh ein Bild, das sagt, das sind die Leute.“
Was Pfeifer nicht will, ist, dass ein Athlet wie beispielsweise Feller, aufgrund seiner Einfädler zurückzustecken anfängt. „Ich sage ihm auch, er soll draufbleiben. Der Einfädler beim zweiten Tor in Zagreb war ein komplettes Fehldenken seinerseits, das hat eigentlich mit dem Skifahren gar nichts zu tun gehabt. In Wengen mit dem Einfädler ist das auch blöd gelaufen. Aber wenn ich ihn jetzt mit früher vergleiche, wirkt er schon viel kompakter. Natürlich wirkt er spektakulär, aber er hat die Sachen schon viel, viel besser im Griff. Und ich möchte, dass er das so weiter durchzieht.“
Um nicht mit einem Einfädler an den Hahnenkamm zu kommen, bestritt Feller Donnerstagabend den FIS-Slalom in Westendorf und geht jetzt am Ganslernhang mit einem kleinen Sieg aus dem Starthaus.