In Kematen ist politische Ruhe eingekehrt
Von Denise Daum...
Von Denise Daum
Kematen –Die Zeiten, in denen Kematen immer gut für eine Schlagzeile war, scheinen vorbei zu sein. Seit den Gemeinderatswahlen vor knapp einem Jahr ist es ruhiger geworden, den Großteil der Beschlüsse fällte der neue Gemeinderat bislang einstimmig. Bürgermeister Rudolf Häusler, der mit seiner ÖVP 58 Prozent der Stimmen einstreifen konnte (ein Plus von 12 Prozent), zeigt sich erleichtert. „Das ist natürlich ganz ein anderes Arbeiten. Natürlich wird kritisch diskutiert, aber der Gemeinderat reduziert sich auf das Wohl der Kemater“, erklärt Häusler.
Eine der großen Herausforderungen ist – wie in allen Umlandgemeinden von Innsbruck – die Bereitstellung von Wohnraum zu vernünftigen Preisen. „Der Druck auf Kematen ist natürlich groß, aber die Bauträger wissen, dass wir sehr restriktiv sind“, betont der Bürgermeister. Vor jeder Genehmigung erfolge eine Bedarfserhebung. Ein Überhang an gewidmetem Baugrund könne aber freilich nicht geleugnet werden. Viele Gründe seien im Besitz des gemeinnützigen Wohnbauträgers Neue Heimat Tirol und des Stiftes Wilten – hier funktioniere die Zusammenarbeit mit der Gemeinde gut.
Aktuell entsteht beim Bahnhof ein so genanntes „Green Building“, sprich ökologischer Wohnbau. Die Gemeinde hat dafür 3000 Quadratmeter Grund an einen privaten Bauträger verkauft, die Vergabe der wohnbaugeförderten Eigentumswohnungen liegt bei der Gemeinde.
Kematen hat mit dem Grundverkauf übrigens ein gutes Geschäft gemacht: Den ÖBB wurden insgesamt 14.000 Quadratmeter um 1,6 Millionen Euro abgekauft, die 3000 Quadratmeter haben um über 2 Mio. Euro den Besitzer gewechselt.