Staatsanwalt in Süditalien fordert wegen S&P-Studien Haftstrafen

Trani/Linz (APA/Reuters) - Die Staatsanwaltschaft im süditalienischen Trani fordert in einem Prozess gegen die Ratingagentur Standard & Poor...

Trani/Linz (APA/Reuters) - Die Staatsanwaltschaft im süditalienischen Trani fordert in einem Prozess gegen die Ratingagentur Standard & Poor‘s (S&P) Haftstrafen für fünf Manager. Sie sollten wegen Marktmanipulation jeweils zwei bis drei Jahre ins Gefängnis, sagte Staatsanwalt Michele Ruggiero am Freitag vor Gericht. Zusätzlich sei eine Strafe von 4,6 Millionen Euro für S&P angebracht.

Die Ermittler werfen der Ratingagentur vor, während der Staatsschuldenkrise mit Studien zu Italien und dem Bankensystem des Landes für starke Verluste an der Mailänder Börse verantwortlich zu sein. S&P wies die Anschuldigungen zurück. Es gebe keinerlei Beweise. Anhörungen hätten immer wieder ergeben, dass die Analysen des Hauses im Einklang mit denen der Bank von Italien und internationalen Organisationen gestanden hätten.

Ein ähnlicher Fall gegen den S&P-Rivalen Moody‘s wurde 2012 eingestellt.