US-Sanktionen - Dodik will sich um Aufhebung bemühen
Sarajevo/Banja Luka/Washington (APA) - Wegen der Begehung des verbotenen Feiertags der bosnischen Serben vergangene Woche haben die USA Sank...
Sarajevo/Banja Luka/Washington (APA) - Wegen der Begehung des verbotenen Feiertags der bosnischen Serben vergangene Woche haben die USA Sanktionen gegen den Präsidenten der serbischen Teilrepublik von Bosnien-Herzegowina, Milorad Dodik, verhängt. Dodik bemüht sich nun um deren Aufhebung. Er werde der neuen US-Administration erklären, dass er das Dayton-Abkommen nicht infrage gestellt habe, berichtete der TV-Sender TV-Sender RTRS am Freitag.
Auch andere würden von der Abspaltung der Republika Srpska, dem kleineren bosnischen Landesteil, sprechen, sagte der für seinen Separatismus bekannte bosnisch-serbische Präsident. Erst kürzlich hatte er wieder einmal die Aufteilung Bosnien-Herzegowinas den „Entitätslinien entlang“ gefordert.
Die USA hatten am Dienstagabend Sanktionen gegen Dodik verhängt, weil sich dieser dem Verfassungsgericht widersetzt hatte. Dieses hatte einen eigenen „Nationalfeiertag“ der bosnischen Serben verboten. Dennoch war der umstrittene Feiertag in der serbischen Teilrepublik gefeiert worden. Dodik hatte zuvor außerdem die bosnischen Serben in einem Referendum, das ebenfalls vom Verfassungsrecht verboten worden war, über den Feiertag am 9. Jänner abstimmen lassen.
Neben dem Einfrieren möglicher Konten in den USA wurde ein Einreiseverbot gegen Dodik verhängt.