Lawine verschüttete Hotel - Kritik am Krisenmanagement

Farindola/Amatrice (APA) - Die Hilfsaktion für die verschütteten Gäste und Angestellten des von einer Lawine zerstörten Hotels Rigopiano in ...

Farindola/Amatrice (APA) - Die Hilfsaktion für die verschütteten Gäste und Angestellten des von einer Lawine zerstörten Hotels Rigopiano in der Abruzzen-Ortschaft Farindola sei mit großer Verspätung angelaufen. Dies berichteten italienische Medien. Die Polizei habe nicht den Worten des an einer Gastronomieschule lehrenden Quintino Marcella geglaubt, der von einem seiner Köche über das Unglück informiert worden war.

Der Koch, Giampiero Parete, hatte verzweifelt Marcella berichtet, dass das Hotel, in dem sich seine Frau und seine Kinder befanden, von einer Lawine weggerissen worden sei. „Ich habe sofort die Polizei angerufen. Doch man hat mir nicht geglaubt. Man hat mich durch sämtliche Büros durchverbunden. Ich habe alle möglichen Notrufnummern angerufen und habe Freunde in Farindola alarmiert“, berichtete Marcella.

Erst nach über einer Stunde habe er einen Anruf von der Polizei erhalten. „Man sagte mir, man könnte mich wegen Falschalarm anzeigen, würden meine Aussagen nicht stimmen. Erst nach einigen Fragen haben sie mir endlich geglaubt“, so Marcella. Laut Medienangaben sei die Hilfsmaschinerie erst Stunden später, gegen 20.00 Uhr, in Gang gesetzt worden. Die Rettungsmannschaften konnten wegen den extremen Wetterbedingungen erst am Donnerstag gegen 4.00 Uhr mit Skiern das verschüttete Hotel erreichen.