Trump-Inauguration - Putin will Amtseinführung nicht live verfolgen

Moskau/Washington (APA/AFP) - Trotz Sympathien für Donald Trump will Russlands Präsident Wladimir Putin dessen Vereidigung als US-Präsident ...

Moskau/Washington (APA/AFP) - Trotz Sympathien für Donald Trump will Russlands Präsident Wladimir Putin dessen Vereidigung als US-Präsident nicht live im TV verfolgen. „Ich glaube nicht, dass er das live anschauen wird, es dauert ja recht lange“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. Aber selbstverständlich werde Putin die Amtseinführung in den Nachrichten verfolgen, „vielleicht sogar als Hauptnachricht“.

Peskow wies Darstellungen zurück, wonach Trump Putins Mann in Washington sei. Trump „ist nicht unser Mann, er ist ein amerikanischer Mann, er ist der Präsident der Vereinigten Staaten“, sagte der Kreml-Sprecher. „Und es vielleicht der größte Fehler westlicher Beobachter und von einigen unserer politischen Beobachter, zu meinen, er sei ‚unser Mann‘.“

Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, wies die Annahme zurück, Trump sei in Moskau als prorussischer Präsidentschaftskandidat angesehen worden. Allerdings fügte sie hinzu, dass Trumps Kontrahentin Hillary Clinton eindeutig eine „russlandfeindliche Einstellung“ gezeigt habe. „Vor diesem Hintergrund haben es viele so gesehen, dass der andere Kandidat prorussisch sei, aber das war nicht so“, sagte Sacharowa dem Sender Moskauer Echo.

Putin war einer der ersten Staatschefs, die Trump zu dessen Wahlsieg gratulierten. Trump wiederum hatte wiederholt seine Wertschätzung für Putin geäußert und sich für eine Wiederannäherung an Russland ausgesprochen. Lange widersprach er den Berichten der US-Geheimdienste über eine Einflussnahme Moskaus zu seinen Gunsten bei der US-Präsidentschaftswahl. Am 11. Jänner räumte er erstmals ein, dass Russland für Cyberangriffe auf Clintons Demokraten verantwortlich war. Moskau bestreitet dies.