Kroatien weist Vorwürfe von Human Rights Watch zurück
Zagreb (APA) - Das kroatische Innenministerium hat am Freitag die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, dass Kroatien ...
Zagreb (APA) - Das kroatische Innenministerium hat am Freitag die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, dass Kroatien Asylsuchende zurück nach Serbien zwingen würde, als „Unwahrheiten“ und „Unterstellungen“ zurückgewiesen. Kroatien sei ein humanes und sicheres Land, teilte das Ministerium mit.
„Der Bericht basiert auf Befragungen von zehn afghanischen Staatsbürgern, was in Anbetracht der Tatsache, dass im Jahr 2016 insgesamt 2.235 Menschen internationalen Schutz in Kroatien aufsuchten, nicht relevant ist“, hieß es in der Mitteilung.
Das Innenministerium wies darauf hin, dass die Vertreter des Büros der Ombudsfrau im vergangenen November mehrmals die Grenzpolizei an der kroatisch-serbischen Grenze besucht haben, wobei keine nennenswerten Unregelmäßigkeiten festgestellt worden seien.
Human Rights Watch warf Kroatien vor, Asylsuchende zu zwingen, nach Serbien zurückzukehren. In manchen Fällen geschehe das auch unter Gewalt. Die kroatischen Behörden erlaubten Menschen nicht, Asylanträge zu stellen, hieß es in einer HRW-Mitteilung vom Freitag.
Die Organisation bezog sich auf Befragungen von zehn Asylsuchenden aus Afghanistan, darunter zwei unbegleitete Kinder, die auf kroatischem Gebiet aufgegriffen wurden. Sie berichteten, im vergangenen November nach Serbien abgeschoben worden zu sein, nachdem ihnen verweigert wurde, in Kroatien einen Asylantrag zu stellen. Neun davon sagten, sie seien von kroatischen Polizeibeamten getreten und geschlagen worden.
~ WEB http://www.hrw.org/ ~ APA501 2017-01-20/17:39