Trump-Inauguration - Der rhetorische Auftakt einer neuen Ära

Washington (APA/AFP) - „Wir werden Amerika wieder großartig machen“ - diesen mantraartigen Wahlkampfslogan hat der neue US-Präsident Donald ...

Washington (APA/AFP) - „Wir werden Amerika wieder großartig machen“ - diesen mantraartigen Wahlkampfslogan hat der neue US-Präsident Donald Trump am Freitag auch in seine Antrittsrede in Washington eingebaut. In diesem Sinne verkündete der rechtspopulistische Immobilienmilliardär, dass in der US-Politik künftig die Parole „Amerika zuerst“ gelte, und rief dazu auf, „amerikanisch“ zu kaufen und Amerikaner einzustellen.

Die Antrittsrede des US-Präsidenten ist traditionell die Gelegenheit für den neuen Amtsinhaber, sein rhetorisches Geschick unter Beweis zu stellen und die Bürger auf seine Politik einzustimmen. Trumps Vorgänger haben in ihren Antrittsreden andere Schwerpunkte gesetzt und immer wieder auch legendäre Aussprüche geprägt:

BARACK OBA, 2009:

„An diesem Tag sind wir hier, weil wir Hoffnung der Furcht vorgezogen haben.“

„Von heute an müssen wir uns aufrichten, den Staub abklopfen und die Arbeit an der Erneuerung Amerikas beginnen.“

„Ihr sollt wissen, dass Amerika Freund jeder Nation und jedes Mannes, jeder Frau und jedes Kindes ist, die eine Zukunft in Frieden und Wohlstand suchen, und wir sind bereit, wieder die Führung zu übernehmen.“

„Amerika muss seine Rolle dabei spielen, eine neue Ära des Friedens einzuleiten.“

GEORGE W. BUSH, 2005:

„Es ist die Politik der Vereinigten Staaten, das Wachstum demokratischer Bewegungen und Institutionen in jeder Nation und jeder Kultur zu erstreben und zu unterstützen - mit dem letztendlichen Ziel, die Tyrannei in der Welt zu beenden.“

BILL CLINTON, 1993:

„Es gibt nichts Schlechtes in Amerika, was sich nicht durch das Gute an Amerika heilen ließe.“

RONALD REAGAN, 1981:

„In der gegenwärtigen Krise ist der Staat nicht die Lösung des Problems. Er ist das Problem.“

JOHN F. KENNEDY, 1961:

„Meine amerikanischen Mitbürger, fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann. Fragt, was Ihr für Euer Land tun könnt. Meine Mitbürger in der Welt, fragt nicht, was Amerika für Euch tun kann, sondern was wir gemeinsam für die Freiheit der Menschheit tun können.“

FRANKLIN D. ROOSEVELT, 1933:

„Es ist mein fester Glaube, dass das einzige, was wir zu fürchten haben, die Furcht an sich ist - namenlose, vernunftlose, ungerechtfertigte Furcht, die unser Bemühen lahmlegt, Rückschläge in Fortschritte umzuwandeln.“

THEODORE ROOSEVELT, 1905:

„Wir wünschen den Frieden, aber es muss der Frieden der Gerechtigkeit, der Rechtschaffenheit sein. Wir wünschen den Frieden nicht aus Furcht, sondern weil wir ihn für richtig halten.“