Trump-Hotel in Washington zeigt Interessenskonflikt

Washington (APA) - Das Trump-Hotel in Washington zeige den Interessenskonflikt, in dem der Milliardär Donald Trump ab seinem Amtsantritt als...

Washington (APA) - Das Trump-Hotel in Washington zeige den Interessenskonflikt, in dem der Milliardär Donald Trump ab seinem Amtsantritt als 45. US-Präsident stecke, heißt es in einem Bericht der „New York Times“. Das alte Postgebäude im Zentrum der US-Hauptstadt gehört dem amerikanischen Staat und wurde von der Trump-Organisation im Jahr 2013 für 60 Jahre gepachtet.

Als Finanzier fungierte die Deutsche Bank, die laut Blatt 170 Mio. Dollar (159 Mio. Euro) für die Renovierung und Ausstattung beisteuerte. Der Immobilienunternehmer und Milliardär Trump habe 2,4 Mio. Dollar eigenes Geld in das Hotelprojekt investiert.

Rund um die Amtseinführung von Trump war das Hotel gut gebucht. Der niedrigste Preis für ein Hotelzimmer liegt bei 735 Dollar. Eine Luxussuite in der Woche der Amtseinführung wurde um 500.000 Dollar angeboten, plus einigen Extras. Das Hotel mit 263 Zimmern an der Pennsylvania Avenue mache mit zahlreichen prominenten Gästen gute Geschäfte.

Der Leasingvertrag zwischen der US-Verwaltung und der Trump-Gesellschaft enthalte allerdings eine Klausel, dass kein gewählter Vertreter der US-Regierung ein Leasing des Gebäudes eingehen dürfe. Vertragsexperten fänden daher, dass Trump mit dem Moment der Amtseinführung diese Bestimmung verletzen würde, so die Zeitung. Steven L. Schooner, Professor an der George Washington Universität, erwartet wegen des Hotelvertrags mit der Trump-Organisation einen Skandal, der die Glaubwürdigkeit des US-Präsidenten gefährde.

Vertreter von Trumps Team haben hingegen die Bedenken zurückgewiesen, da Trump mehrere Veranstaltungen rund um seine Amtseinführung im Trump-Hotel abhielt und gemeint, warum sollte Trump nicht in sein eigenes Hotel gehen: „Es ist ein wunderschöner Ort“, sagte Trumps Pressesprecher.