Athen zum Zypern-Konflikt: „Die türkische Armee muss raus“

Athen/Nikosia (APA/dpa) - Die griechische Regierung drängt auf eine Lösung im Zypern-Konflikt, beharrt aber auf ihren Positionen. Voraussetz...

Athen/Nikosia (APA/dpa) - Die griechische Regierung drängt auf eine Lösung im Zypern-Konflikt, beharrt aber auf ihren Positionen. Voraussetzung für eine Lösung sei der Abzug der türkischen Truppen, die seit 1974 den Nordteil der Insel besetzen, so der griechische Außenminister Nikos Kotzias zur dpa. „Die türkische Armee muss raus. Die Türkei darf keine Interventionsrechte haben.

„Das Garantiemächte-System muss abgeschafft werden“, erklärte der griechische Außenminister in einem Interview mit der Deutschen Presse Agentur. Zurzeit laufen intensive Gespräche unter UNO-Schirmherrschaft zur Überwindung der Teilung der Inselrepublik. Angestrebt wird eine Föderation zwischen zwei politisch gleichberechtigten Bundesstaaten, eines türkisch-zyprischen im Norden und eines griechisch-zyprischen im Süden der Insel.

Seit mehr als 42 Jahren bemühen sich die Vereinten Nationen (UNO) um eine Lösung des Zypern-Konflikts. Die Insel ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Invasion 1974 geteilt. Die ganze Inselrepublik ist seit 2004 Mitglied der EU. Das EU-Recht gilt aber im international nicht anerkannten Nordteil der Insel nicht. Im türkischen Norden leben nach Schätzungen 300.000 Menschen, im griechischen Süden knapp 900.000. Die jüngsten Expertengespräche in der Schweiz haben die Hoffnung genährt, es könnte endlich Bewegung in den Konflikt kommen.

~ WEB http://www.un.org/en/ ~ APA066 2017-01-21/09:55