77. Hahnenkamm-Rennen

Hirscher vor Slalom in Kitz: Kristoffersen „spielt sich mit uns“

Marcel Hirscher musste zuletzt Henrik Kristoffersen ein ums andere Mal zum Sieg gratulieren.
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Während Hirscher seine Sieg-Durststrecke beenden will, kämpfen fünf seiner ÖSV-Teamkollegen um drei WM-Tickets im Slalom.

Kitzbühel - Henrik Kristoffersen versucht im Kitzbühel-Slalom am Sonntag (10.30/13.30 Uhr), seinen Triumph aus dem Vorjahr zu wiederholen. Der 22-jährige Norweger hat Marcel Hirscher zuletzt in Wengen und Adelboden in die Schranken gewiesen, womit der Österreicher fünf Torläufe ohne Sieg ist - eine für ihn außergewöhnlich lange Zeitspanne. „Er spielt sich momentan mit uns“, gab Hirscher einen Lagebericht ab.

Kristoffersen schickt sich an, so wie in der vergangenen Saison im Jänner vier Slaloms in Folge zu gewinnen. Nach Adelboden und Wengen war Kristoffersen 2016 auch in Kitzbühel und Schladming nicht zu biegen. Mit seinem nächsten Sieg, es wäre der 14. Slalom-Erfolg in seiner noch jungen Karriere, hätte der Mann aus Gemeinde Raelingen Marc Girardelli überholt, der vor seinem 23. Geburtstag 13 Torläufe gewann. Nur Ingemark Stenmark hatte in so jungem Alter noch mehr Siege auf dem Konto, nämlich 20.

Müsste sich Hirscher erneut geschlagen geben, wäre er in sechs aufeinanderfolgenden Rennen sieglos geblieben. So eine „Serie“ hatte er zuletzt vor sechs Jahren, zwischen Jänner und Dezember 2011, vor seinem zweiten Sieg in einem Weltcup-Slalom hingelegt.

Selbstvertrauen dank Laufbestzeit

Hirscher tankte zuletzt im zweiten Wengen-Durchgang Selbstvertrauen. Dank seiner Laufbestzeit lag der Salzburger, der weiter auf seinen 20. Weltcup-Erfolg im Slalom wartet, nur 15 Hundertstelsekunden hinter dem Norweger. Die Favoritenrolle ist für Hirscher aber weiterhin klar verteilt. „Wenn man dann ganz genau hinschaut, merkt man, dass der Henrik sich momentan spielt mit uns. Er kann dementsprechend taktieren und nimmt in den gefährlichen Passagen, wo sehr viel Risiko bei uns notwendig ist, ein bisschen raus, um das Ding souverän runterzufahren“, erklärte er.

Läufe wie in Wengen würden zwar Auftrieb geben, dennoch sei „statistisch gesehen Henrik der Favorit“ für den Ganslern-Slalom. Mit seiner momentanen Abonnement auf Platz zwei - Hirscher war heuer in allen Disziplinen bereits achtmal Zweiter - scheint er sich abgefunden zu haben, so lange ihn das seinem sechsten Gesamtweltcup-Triumph Stück für Stück näherbringt. „Es sind super Punkte“, stellte Hirscher klar.

Fünf Kandidaten für drei WM-Tickets

Für die übrigen Österreicher geht es am Sonntag auch um das Ticket für St. Moritz. Für die verbleibenden drei WM-Startplätze neben Hirscher drängen sich mit Michael Matt, Manuel Feller, Marco Schwarz, Marc Digruber und Christian Hirschbühl fünf Kandidaten auf. Vor der Reise in die Schweiz stehen nur noch Kitzbühel und am Dienstag das Nightrace in Schladming auf dem Slalom-Programm. (APA)

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