Wilders macht Wahlkampf für die AfD - „Frauke statt Angela“

Koblenz (APA/dpa/Reuters) - Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat seine europäischen Mitstreiter aufgefordert, Strategien geg...

Koblenz (APA/dpa/Reuters) - Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders hat seine europäischen Mitstreiter aufgefordert, Strategien gegen eine „Massenimmigration“ nach Europa zu entwickeln. Die Politiker der etablierten Parteien „befördern unsere Islamisierung“, sagte der Chef der Partei für Freiheit (PVV) am Samstag bei einem Kongress europäischer Rechtsparteien im deutschen Koblenz.

In der Folge hätten Frauen „Angst, ihr blondes Haar zu zeigen“. Um sich diesem Trend entgegenzustellen, brauche Europa ein „stolzes Deutschland“, sagte Wilders, der seine Rede in deutscher Sprache hielt. Mit dem Slogan „Europa braucht Frauke statt Angela“ löste Wilders vor allem bei den AfD-Teilnehmern des Kongresses Begeisterungsstürme aus. Sie skandierten den Slogan gegen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der von den Demonstrationen des islamfeindlichen Pegida-Bündnisses bekannt ist: „Merkel muss weg, Merkel muss weg.“

Wilders gratulierte dem neuen US-Präsidenten Donald Trump zu dessen Amtsantritt. Aber auch in Europa sei die „Zeit des Wechsels“ gekommen“. „Die Geschichte ruft uns alle auf, Europa zu retten“, sagte Wilders. „Wir werden unsere Länder zuückerobern.“ 2017 werde „das Jahr des Volkes“ sein. „Wir werden uns befreien“.

Zu Beginn der Veranstaltung jubelten die rund 1.000 anwesenden Rechtspopulisten der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry und der Präsidentschaftskandidatin von der rechtsextremistischen französischen Partei Front National, Marine Le Pen, zu.

Für breite Kritik sorgte die Entscheidung der Organisatoren, Vertreter von ARD und ZDF, des „Spiegel“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, vom „Handelsblatt“ und von „Compact“ nicht zur Berichterstattung zuzulassen.