Pariser Haute-Couture-Schauen starten am Sonntag

Paris (APA/dpa) - Die Haute-Couture-Schauen für Frühjahr und Sommer 2017 starten am Sonntag in Paris. Das Mode-Spektakel folgt damit direkt ...

Paris (APA/dpa) - Die Haute-Couture-Schauen für Frühjahr und Sommer 2017 starten am Sonntag in Paris. Das Mode-Spektakel folgt damit direkt auf die Präsentationen der Herrenmode für den kommenden Winter. Fast 30 Modehäuser präsentieren bis zum kommenden Donnerstag ihre Entwürfe der „Hohen Schneiderkunst“, darunter bekannte Namen wie Chanel und Christian Dior.

Nicht auf dem Laufstegen dabei ist diesmal die Mailänder Marke Versace, die in den vergangenen Jahren die Schauen eröffnete. Die Italiener haben sich stattdessen für eine Präsentation in kleinerem Rahmen entschieden. Statt Versace zeigt nun als erstes das eher unbekannte Label „Maison Rabih Kayrouz“. Der aus dem Libanon stammende Rabih Kayrouz ist in Paris ansässig und erhielt schon viel Lob für präzise Schnitte und klare Linien.

Für die Haute Couture („gehobenes Schneidern“ auf Französisch) produzieren renommierte Modehäuser in Handarbeit maßgeschneiderte Unikate aus teurem Material zu hohen Preisen. Als ihr Begründer gilt der Engländer Charles Frederick Worth. 1858 gründete der Brite in Paris das „Maison Worth“. Er ließ als Erster seine Garderobe von Mannequins in spektakulären Modenschauen präsentieren und machte Paris zur Mode-Metropole.

Welches Modehaus zur weltweit tonangebenden Haute Couture zählt, entscheidet traditionell der Verband „Chambre Syndicale de la Couture Francaise“. Nach von ihm festgelegten Kriterien wird jährlich überprüft, ob die Designer ihre Produkte als Haute Couture bezeichnen dürfen. Die aufwendigen Kreationen werden zweimal im Jahr in großen Shows in Paris gezeigt.