Renn-Wochenende

Lachende Gesichter in Kitzbühel nach Hahnenkamm-Rennen

© Thomas Boehm / TT

Eine äußerst positive Bilanz zieht man in Kitzbühel nach dem Hahnenkamm-Wochenende. Die Erweiterung der Innenstadt-Partyzone in den Stadtpark hat sich bestens bewährt.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Die Ski sind abgeschnallt, die Promis längst abgereist und das 77. Hahnenkammrennen ist seit Sonntag wieder Geschichte. In der Innenstadt wird noch eifrigst gearbeitet, die Partyhütten müssen weg, der Sendewagen wird weggefahren und die Videowalls abgebaut. Zeit für Thomas Rass, Bilanz zu ziehen. Er ist mit seiner Firma Rass&Dorner seit dem Vorjahr für die Innenstadtparty verantwortlich.

Neu war heuer der Bereich im Schulhof, erstmals hat man die Partyzone um den Park erweitert und auch in der unteren Vorderstadt waren heuer erstmals Stände aufgestellt. Hier gab es bei Food-Trucks Essen. Trotz des großen Andrangs kam es dadurch kaum noch zu Stauzonen, Rass rechnet mit 25 Prozent mehr Besuchern. Vor allem im BH-Hof war das zu spüren. Hier stand bisher eine Bühne, nun sorgte eine freie Fläche für Entlastung. „Die Entzerrung hat perfekt funktioniert. Einzig vor der Sparkasse wurde es immer wieder etwas enger, dann haben wir die Videowall abgedreht und die Musik etwas runtergefahren und schon war das Problem gelöst“, sagt Rass nach dem Party-Wochenende.

„Viel Lob haben wir heuer für das breite Angebot an Essensständen bekommen. Das war uns auch sehr wichtig. Der Stand von Nordsee wurde am Samstag leergegessen. So was gab’s beim Hahnenkammrennen noch nie zu essen“, freut sich Rass. Das Angebot reichte endlich über Würstl hinaus, wie er betont, vom Raclette über Burger bis hin zu Fleischspießen.

„Eine Punktlandung haben wir mit dem neuen Beschallungspartner hingelegt. Endlich gab es auch die richtige Musik für das Zielpublikum“, sagt Rass und dank der einheitlichen Beschallung habe man auch die Massen steuern können. Der Andrang war vor allem am Samstag enorm. Er war so stark, dass der Zuzug in die Innenstadt kurzzeitig gestoppt werden musste. „Wir haben dann mit den Securitys eine Kette bilden lassen, damit wurden die Menschen umgelenkt Richtung Stadtpark“, schildert Rass. Hier waren heuer auch erstmals Stände aufgebaut und haben deutlich zur Entlastung der Innenstadt beigetragen. Ob diese Erweiterung so auch in Zukunft bleiben wird, müsse man erst mit der Stadtgemeinde besprechen.

Auch die Standbetreiber bestätigten, dass vor allem am Samstag der Andrang enorm war. „Am Freitag war’s anfangs etwas schwächer, aber am Abend war es dann auch gut und der Samstag war sowieso stark“, sagt ein Standbetreiber. Einzig jene Standbetreiber, die auch Speisen im Angebot hatten, spürten die neue Konkurrenz. „Wir haben das schon gespürt, aber das ist auch Jammern auf hohem Niveau“, sagt ein weiterer Standbetreiber.

Für nächstes Jahr will Rass die WC-Anlagen erweitern. Hier gebe es laut Rass Verbesserungsbedarf. „Man muss sich aber auch die Frage stellen, ob es zum heurigen Jahr noch eine Steigerung geben kann, oder ob wir den Zenit erreicht haben“, sagt der Veranstaltungsorganisator.

Nun werden alle Stände, die Videowalls, die Boxentürme usw. abgebaut, bis Dienstagabend wird dann nichts mehr an die Partys erinnern.

Lob für das Innenstadt-Konzept gab es auch heuer wieder vom Roten Kreuz und der Polizei. Beide Einsatzorganisationen berichten von einem Wochenende ohne größere Ausreißer. Das Rote Kreuz meldet sogar ein Viertel weniger Versorgungen.

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