Teheran

Brandinferno im Iran: Verkohlte Leichen unter den Trümmern

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Nach dem Einsturz des bekannten Gebäudes rechnen die Rettungskräfte nicht mehr damit, Überlebende bergen zu können. Die Opferzahl ist noch unklar.

Teheran – Nach dem Brandinferno ineinem Teheraner Einkaufszentrum dürfte die Identifizierung der Opfer schwierig werden. Die Feuerwehr rechnet damit, dass sie nur noch verkohlte Leichen bergen kann. Um die Toten zuordnen zu können, hat die Gerichtsmedizin Familienangehörige um DNA-Proben gebeten.

Das 17-stöckige Einkaufszentrum Plasco im Zentrum der iranischen Hauptstadt war am Donnerstag nach einem Großbrand eingestürzt. Feuerwehrleute konnten zunächst alle Menschen aus dem brennenden Gebäude holen, wurden dann aber selbst verschüttet.

Die Zahl der Opfer ist noch immer nicht ganz klar. Bis jetzt wurden zwei verkohlte Leichen von Feuerwehrleuten geborgen. 13 weitere sowie 10 Zivilisten sollen immer noch unter den Trümmern liegen. Aus Angst vor weiteren Explosionen gehen die Arbeiten nur langsam voran. Sie sollen bis Mitte der Woche andauern.

Am Wochenende war Präsident Hassan Ruhani an der Unglücksstelle. «Vor der Opferbereitschaft dieser tapferen Feuerwehrmänner müssen wir uns alle verneigen», sagte er. In sozialen Netzwerken bedauerten viele Menschen, dass die Feuerwehrleute ihr Leben für reiche Geschäftsleute geopfert hätten. Mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen und marode Stromleitungen in dem 54 Jahre alten Gebäude sollen zu dem Unglück geführt haben. Der Plasco-Vorstand soll Warnungen ignoriert haben. (dpa)