Kitzbühel: Routiniertes Society-Treiben mit Joker „Arnie“

Kitzbühel (APA) - Der Party-Slalom ist zu Ende gefahren, die Snowciety schwingt ab: Die Promis haben die Hahnenkammrennen routiniert ins Zie...

Kitzbühel (APA) - Der Party-Slalom ist zu Ende gefahren, die Snowciety schwingt ab: Die Promis haben die Hahnenkammrennen routiniert ins Ziel gebracht, es gab keine Einfädler, aber auch keine spektakulären Bestzeiten. Das Teilnehmerfeld war gespickt mit österreichischen und deutschen Fixstartern, die den Event-Kurs in und auswendig kennen. Einer ragte heraus und wurde erneut zum Kitz-Joker: Arnold Schwarzenegger.

Die „Steirische Eiche“, mit Freundin Heather Milligan bereits am Donnerstag angereist, sorgte wieder einmal für gehöriges Blitzlichtgewitter und mediale Ausnahmezustände. Sei es bei der legendären „Weißwurstparty“ in seinem Stamm- und Lieblingshotel, dem Stanglwirt in Going, oder bei der Streif-Abfahrt am Samstag. Dort kam es auf der Ehrentribüne zu einem Gipfeltreffen zwischen dem ehemaligen Gouverneur von Kalifornien und Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), der seine Hahnenkamm-Premiere feierte. Es handelte sich um das erste Zusammentreffen der beiden. Mit Kern-Vorgänger Werner Faymann (SPÖ) stand der „Terminator“ ja in bestem und regelmäßigen Einvernehmen. Nach der Abfahrt wurde das Gespräch im VIP-Zelt von Harti Weirather fortgesetzt. Schwarzenegger und Kern hätten sich dabei über „Wirtschaft, Klimaschutz, Politik und Sport“ unterhalten, erzählte Kanzler-Sprecherin Susannika Glötzl der APA.

Der medial am meisten begleitete Höhepunkt war jedenfalls auch diesmal die „Weißwurstparty“ am Freitagabend. Neben Schwarzenegger stand dabei vor allem sein steirischer Landsmann, Andreas Gabalier, im Mittelpunkt. Die beiden schienen sich bestens zu verstehen und posierten wiederholt gemeinsam vor den zahlreichen Fotografen und Kamerateams rund um den legendären „Weißwurstkessel“. In der langen Stanglwirt-Partynacht auf Samstag gab Gabalier dann sogar noch ein ungeplantes Überraschungskonzert. Insgesamt 2.500 Gäste fanden sich jedenfalls wieder zur kollektiven „Zuzlerei“ ein, darunter auch Promis wie die Skilegenden Stephan Eberharter, Fritz Strobl, Leonhard Stock und Karl Schranz. Auch allerlei deutsche Prominenz wurde gesichtet. Darunter befanden sich die Models Franziska Knuppe und Barbara Meier sowie Verona Pooth und Schauspielerin Mariella Ahrens.

Schwarzenegger hatte sich übrigens vor der „Weißwurstparty“ noch einem wahrlich weltbewegenden Ereignis gewidmet - der Angelobung Donald Trumps zum US-Präsidenten. Er twitterte (auf Englisch): „Präsident Obama, danke für Ihren Dienst. Präsident Trump, Gratulation und viel Glück“.

Die „Weißwurstparty“ schien jedenfalls heuer die bisher größte mediale Aufmerksamkeit in ihrer Geschichte hervorgerufen zu haben. Dies lag wohl auch daran, dass die ansonsten zeitgleich stattfindende „Audi Night“ im Hotel zur Tenne in Kitzbühel nicht über die Bühne ging. Hingegen sehr wohl stattgefunden hat am Freitagabend die „A1 Kitz Night“ in Rosi Schipflingers „Sonnbergstuben“. Zugegen waren unter anderem ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, Kitz-Vermarkter Harti Weirather, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und „Österreich“-Chef Wolfgang Fellner. Seinen „Event-Einstand“ feierte dabei Kanzler Kern. Und er ergatterte sogleich ein „Selfie“ mit Ski-Superstar Marcel Hirscher - geschossen von seiner Ehefrau Eveline Steinberger-Kern.

Bei der Hahnenkammabfahrt am Samstag durften die Kitz-Stammgäste Niki Lauda, Bernie Ecclestone und DJ Ötzi nicht fehlen. Letzterer stimmte mit den Massen seinen einstigen Hit „Hey Baby“ an. Neben Skilegenden wie Hansi Hinterseer oder Franz Klammer ließen sich auch Richard Lugner mit seiner Ex Nina „Bambi“ Bruckner und deutsche Prominenz blicken. So bevölkerten etwa TV-Moderator Johannes B. Kerner und Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick die Ehrentribüne. Auch Niederösterreichs Noch-Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) jubelte den Rennfahrern zu. Danach „erbrettelten“ Prominente wie Tobias Moretti bei der alljährlichen „KitzCharityTrophy“ wieder 150.000 Euro für in Not geratene Bergbauernfamilien aus Tirol und Südtirol.

Der Samstagabend brachte dann unter anderem die „KitzRaceParty“ in Weirather VIP-Zelt. Im Mittelpunkt auf dem Roten Teppich stand dabei Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der nach langer Abstinenz sein Society-Comeback feierte. Auch seine Frau Fiona Pacifico Griffini-Grasser war in Feierlaune, bevorzugte jedoch den Red Carpet nicht zu beschreiten. Sie nahm eine kleine „Abzweigung“ - übrigens ebenso wie Bundeskanzler Kern und Ehefrau.

Zeitgleich fand im Hotel Kitzhof die „Hummerparty“ statt. Unter den 500 Gästen ließen sich Promis wie Signa-Boss Rene Benko, ÖSV-Ass Klaus Kröll, BMW-Erbin Susanne Klatten oder Filmproduzent Norbert Blecha die Gaumenfreuden nicht nehmen.

Begonnen hatte der Event-Reigen am Donnerstagabend mit dem „Tirol-Empfang“ im Kitzhof, zu dem Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) geladen hatte. Unter die Gäste mischten sich auch die ehemaligen Skigrößen Ernst Hinterseer, Hias Leitner und Manfred Pranger, ÖSV-Sportchef und Hans Pum. Die letzte „Station“ der Promis war der Slalom am Sonntag. Unter anderem feierten die Bayern-Stars David Alaba und Franck Ribery den Sieg von Marcel Hirscher.