Lawine verschüttete Hotel - Zahl der Vermissten auf 24 gestiegen

Farindola/Amatrice (APA) - Die Zahl der in dem von einer Lawine verschütteten Hotel in Italien ist auf 24 gestiegen. Gesucht wird nun auch e...

Farindola/Amatrice (APA) - Die Zahl der in dem von einer Lawine verschütteten Hotel in Italien ist auf 24 gestiegen. Gesucht wird nun auch ein 22-jähriger Hotelangestellter aus Senegal, der bisher nicht auf der Liste der Vermissten stand. Aus dem unter Schneemassen begrabenen Hotel gab es jedoch seit mehr als 24 Stunden kein Lebenszeichen mehr.

„Wir haben noch Hoffnungen, dass Menschen am Leben sind“, betonte Zivilschutzchef Fabrizio Curcio. Die Lage sei jedoch äußert schwierig, die Lawine enorm gewesen. „Es ist als ob 4.000 beladene Lkw, die 120.000 Tonnen schwer sind, aufs Hotel gerutscht wären“, berichteten Experten nach Medienangaben.

„Es war wie eine Bombe. Plötzlich sind Pfeiler auf uns eingebrochen. Ich saß auf einem Diwan und ein Pfeiler hat ihn entzwei geteilt. Plötzlich standen wir zu dritt in einem Quadratmeter. Wir haben gebetet und Schnee gegessen. Nicht weit von uns hörten wir die Stimmen von Kindern, mit denen wir jedoch nicht sprechen konnten. Wir hatten riesige Angst“, sagte Vincenzo Forti, einer der Überlebenden.

Samstagfrüh hatten die Helfer vier weitere Überlebende gerettet. Damit wurden insgesamt neun Menschen lebend aus dem Inneren des Hotels geborgen. Die Rettungsarbeiten wurden durch die Wetterbedingungen, Nebel und hohe Lawinengefahr erschwert. Hubschrauber hatten am Sonntag Probleme, den Unglücksort zu erreichen. Über die Hälfte des verschütteten Geländes sei nach Vermissten durchsucht worden.