Sieben mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer im Jemen getötet

Aden/Sanaa (APA/AFP) - Bei Drohnenangriffen im Jemen sind am Wochenende sieben mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet worden. Nach Angaben aus...

Aden/Sanaa (APA/AFP) - Bei Drohnenangriffen im Jemen sind am Wochenende sieben mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet worden. Nach Angaben aus jemenitischen Sicherheitskreisen starben drei bewaffnete Al-Kaida-Kämpfer am Samstag, als ihr Fahrzeug in der zentralen Provinz al-Baida von einer Drohne attackiert wurde.

Bei einem weiteren Drohnenangriff auf ein Fahrzeug seien am Sonntag in derselben Region die drei Insassen getötet worden, bei denen es sich um bewaffnete Al-Kaida-Kämpfer gehandelt habe.

Bereits am Freitag war in al-Baida ein Militärausbilder von Al-Kaida bei einem Drohnenangriff getötet worden. Die Angriffe wurden den Angaben zufolge von US-Drohnen geflogen.

Im Jemen gibt es immer wieder gezielte Angriffe auf Mitglieder der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP). Die USA betrachten die im Jemen angesiedelte Gruppe als gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerks und gehen immer wieder mit Drohnenangriffen gegen sie vor. Ende Dezember wurde in der Provinz al-Baida ein örtlicher Al-Kaida-Anführer durch eine Drohne getötet.

Im Jemen wütet seit Anfang 2015 ein Bürgerkrieg zwischen schiitischen Houthi-Rebellen und den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Extremistengruppen wie AQAP und die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht vor allem im Süden und Südosten des Landes auszuweiten. Nur die US-Streitkräfte setzen in der Region Drohnen ein.

In dem Konflikt im Jemen wurden seit März 2015 mehr als 7.400 Menschen getötet. Dieses Wochenende starben bei schweren Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen fast 70 Menschen. Wie Vertreter der Sicherheits- und Rettungskräfte am Sonntag mitteilten, wurden bei Gefechten und Luftangriffen in der Region Mocha am Roten Meer seit Samstag mindestens 52 Kämpfer der schiitischen Houthi-Rebellen und ihrer Verbündeten in der Armee sowie 14 regierungstreue Soldaten getötet.