Schwache Beteiligung bei Vorwahl von Frankreichs Sozialisten
Paris (APA/AFP) - Bei der Präsidentschaftsvorwahl von Frankreichs regierenden Sozialisten zeichnet sich eine schwache Beteiligung ab. Bis 17...
Paris (APA/AFP) - Bei der Präsidentschaftsvorwahl von Frankreichs regierenden Sozialisten zeichnet sich eine schwache Beteiligung ab. Bis 17.00 Uhr am Sonntag gaben nach Angaben der Wahlkommission rund eine Million Menschen ihre Stimme ab.
Das sind noch nicht einmal halb so viele wie zur gleichen Zeit bei den Konservativen im Herbst. Mit ersten Ergebnissen wird nach Schließung der Wahllokale um 19.00 Uhr gerechnet.
An der ersten Runde der Konservativen im November hatten sich um 17 Uhr bereits 2,5 Millionen Menschen beteiligt. Insgesamt rechnen die Sozialisten nach Angaben von Parteichef Jean-Christophe Cambadelis mit 1,5 bis zwei Millionen Wählern.
Zur Wahl stehen sieben Kandidaten - vier sozialistische Parteimitglieder und drei weitere, die kleineren linken Formationen angehören. Als Favoriten in der ersten Runde gelten Ex-Premierminister Manuel Valls sowie die ehemaligen Minister für Wirtschaft und Bildung, Arnaud Montebourg und Benoit Hamon. Sie gehören dem linken Lager der PS an. Der 54-jährige Valls wird dem wirtschaftsorientierten rechten Lager zugerechnet.
Die beiden erstplatzierten Kandidaten kommen am 29. Jänner in die Stichwahl. Die Vorwahl steht allen Bürgern offen, die in die Wählerverzeichnisse eingetragen sind und einen Euro als Teilnahmegebühr entrichten.
Umfragen zufolge hat der Kandidat der Sozialisten kaum Chancen, es in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl im Mai zu schaffen. Es wird ein Duell zwischen dem Konservativen Francois Fillon und der Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, erwartet.