Kurzer Tiefschlaf legte die Haie letztlich in Ketten
Die Haie starteten mit einer 2:4-Heimniederlage in die Platzierungsrunde – nach verschlafenem Beginn wurden auch zu viele Chancen vergeben.
Von Alex Gruber
Innsbruck – „Wir sind wieder im Wettkampf-Modus“, sagte Coach Rob Pallin vor dem Start in die Platzierungsrunde. Den Beweis seiner Aussage blieben am Sonntag die Cracks zu Beginn aber vollends schuldig. Die Haie waren überall, aber überhaupt nicht auf dem Eis. Nach 143 Sekunden, in denen die Vienna Capitals im Schongang auf 2:0 stellen konnten, nahm Pallin ein Time-out. Das vermutlich schnellste in der ganzen Liga-Saison. Es zeigte Wirkung: Denn ab der dritten Minute diktierten die Innsbrucker das erste Drittel, ließen durch Austin Smith (3), Mario Huber (2) und Hunter Bishop (2) aber etliche Hochkaräter aus. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Bishop (1:2/9.) war in Summe nach 20 Minuten viel zu wenig.
Das Chancenfestival setzte sich im zweiten Durchgang nicht fort, einem Smith-Treffer versagte das Schiedsrichter-Gespann wegen angeblicher Attacke an Wien-Goalie Lamoureux die Anerkennung und Andrew Clark wurde fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen. Die ganz große Ausgleichschance ließ erneut Mario Huber (35.) liegen, der Youngster hat die berühmte Hex am Schläger. Und in einem ausgeglichenen Drittel fiel der dritte Wien-Treffer kurz vor der Sirene zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Im Schlussdrittel scheiterte zunächst Benni Schennach, ehe durch Kapitän Tyler Spurgeon per Penalty der Anschlusstreffer (2:3/43.) erfolgte. Den Videobeweis nach heftigen Wien-Protesten hätte man sich sparen können. Die Capitals markierten wenig später im Powerplay den vierten Treffer und feierten den dritten Saisonsieg in der Tiwag-Arena. Für die Gastgeber, bei denen der ein oder andere Leistungsträger nicht am Zenit agierte, war es indes die vierte Niederlage in Serie mit dem Prädikat „unnötig“. Im Kreis der sechs Topteams weht ein rauer Wind.
Ergebnisse
HC Innsbruck - Vienna Capitals 2:4 (1:2,0:1,1:1). Innsbruck, 2.000. Tore: Bishop (9./PP), Spurgeon (43./Penalty) bzw. Sharp (2., 48./PP), Bauer (3.), Ferland (40.). Strafminuten: 4 bzw. 14.
Dornbirner EC - Graz 99ers 2:3 (1:1,0:2,1:0). Tore: D‘Alvise (12.), Livingston (49.) bzw. McLean (7./PP), Beach (34./PP, 35.).
KAC - Black Wings Linz 4:1 (1:0,2:1,1:0). Tore: Lundmark (17.), Ganahl (22.), Kreuzer (36.), Harand (53.) bzw. Piche (30.).
HCB Südtirol - Red Bull Salzburg 2:5 (1:1,1:1,0:3). Bozen, 3.326. Tore: Metropolit (16.), Reid (35.) bzw. Rauchenwald (5.), Kristler (23., 50./PP), Raffl (47./PP), Hughes (59./empty net).