Handball-WM

Deutschland und Dänemark bei Handball-WM ausgeschieden

Im Achterfinale gegen Katar war für Deutschland Schluss.
© AFP/Thomas Samson

Topfavorit Dänemark hat bei der Handball-WM das gleiche Schicksal wie Deutschland ereilt. Auch die Dänen fliegen überraschend schon im Achtelfinale raus. Dafür sind Ungarn, Kroatien sowie die Schweden weiter. Und auch Deutschlands WM-Schreck Katar.

Albertville – Neben Europameister Deutschland ist auch Olympiasieger Dänemark bei der Handball-WM in Frankreich sensationell schon im Achtelfinale gescheitert. Die Dänen unterlagen am Sonntag Ungarn in Albertville mit 25:27 (12:13). Dabei halfen dem Team des scheidenden Trainers Gudmundur Gudmundsson auch die acht Tore ihres Superstars Mikkel Hansen nicht. Die Dänen lagen in der Partie nicht einmal in Führung. Für Ungarn war Mate Lekai mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Der zweimalige Europameister und WM-Topfavorit Dänemark muss damit weiter auf seinen ersten Weltmeister-Titel überhaupt warten. Die Ungarn spielen dagegen nun am Dienstag (17 Uhr) im Viertelfinale gegen Norwegen.

Deutschland scheitert an Katar

Deutschland ist im WM-Achtelfinale an den eigenen Nerven gescheitert. Nach der überraschenden 20:21-(10:9)-Achtelfinalpleite gegen Katar muss der Europameister die Heimreise antreten und verpasste die erste WM-Medaille seit zehn Jahren.

Die extrem verunsicherte Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson konnte gegen den Vize-Weltmeister zu keinem Zeitpunkt an die teils starken Vorstellungen der Vorrunde anknüpfen. Damit endet auch die rund zweieinhalbjährige Amtszeit des Isländers mit einem Tiefschlag.

Kroatien und Schweden aufgestiegen

Deutschlands Gruppengegner Kroatien hat den Sprung in die Runde der besten acht Teams geschafft. Die Kroaten besiegten Ägypten am Sonntagabend in Montpellier mit 21:19 (13:7). Kroatien spielt damit im Viertelfinale gegen Vize-Europameister Spanien.

Auch Schweden zog problemlos in die nächste Runde ein. Gegen Weißrussland setzten sich die Skandinavier in Lille klar mit 41:22 (24:11) durch. Bester Werfer der Schweden war der Flensburger Bundesliga-Profi Jim Gottfridsson mit acht Toren vor dem Kieler Niclas Ekberg mit sieben Toren. Nun kommt es für Schweden im Viertelfinale im am Dienstag wohl erneut mit 28.000 Zuschauern ausverkauften Fußball-Stadion in Lille zum Duell mit Gastgeber und Topfavorit Frankreich.

Am Vortag hatten sich außerdem Slowenien qualifiziert. Die Slowenen spielen nun im Viertelfinale in Paris gegen Katar, das Deutschland ausgeschaltet hatte. (dpa, APA)