Human-Biomonitoring-Initiative der EU geht an den Start

Wien/EU-weit (APA) - Die EU startet eine Human-Biomonitoring-Initiative, um die Bevölkerung auf Schadstoffe und deren Abbauprodukte zu unter...

Wien/EU-weit (APA) - Die EU startet eine Human-Biomonitoring-Initiative, um die Bevölkerung auf Schadstoffe und deren Abbauprodukte zu untersuchen. Analysiert werden Blut, Harn, Muttermilch, Speichel, Haare oder Gewebe einzelner Personen und ganzer Bevölkerungsgruppen, berichtete das Umweltbundesamt am Montag per Aussendung. Dabei soll festgestellt werden, welche Chemikalien in welchem Ausmaß in den Körper gelangen.

Das Projekt „HBM4EU“ startet diesen Jänner mit dem Ziel, bis zum Jahr 2022 eine einheitliche Datengrundlage auf EU-Ebene zu schaffen. Es handle sich um die bisher größte länderübergreifende Initiative für Human-Biomonitoring. Das Umweltbundesamt leitet als nationale Kontaktstelle die österreichischen Beiträge und ist Hauptansprechpartner für die EU-Kommission und die europäischen Partner.

Über 100 Organisationen aus 26 Ländern arbeiten in den nächsten fünf Jahren daran, Human-Biomonitoring-Aktivitäten in Europa zu verknüpfen, auszuweiten und als Werkzeug der europäischen Umwelt-, Chemikalien- und Gesundheitspolitik zu verankern. Dabei sollen die Zusammenhänge zwischen der Belastung mit Chemikalien und den gesundheitlichen Risiken aufgedeckt und bewertet werden. Die Ergebnisse sollen einen wichtigen Beitrag zur gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung und zur Chemikaliensicherheit leisten.

In Österreich beteiligen sich neben dem Umweltbundesamt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die Medizinischen Universitäten in Wien und Innsbruck und die private Universität UMIT in Tirol an „HBM4EU“. Die Gesamtleitung des Projekts liegt beim deutschen Umweltbundesamt, die finanziellen Mittel kommen aus dem EU-Programm für Forschung und Innovation namens Horizon 2020.

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Fachleute aus Wissenschaft und Verwaltung, die sich mit Human-Biomonitoring befassen, sind in der betreffenden österreichischen Plattform vernetzt. Sie wurde 2007 gegründet und ist seit September 2016 offizielles Beratungsgremium des Umweltministeriums für Fragen an der Schnittstelle zwischen Umwelt und Gesundheit.

(S E R V I C E - Weitere Informationen unter www.umweltbundesamt.at/news_170123)


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