Internationale Sommerakademie Salzburg: „Warum Kunst produzieren?“

Salzburg (APA) - Mit der Frage „Warum Kunst produzieren?“ setzt sich die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg im Jahr 2...

Salzburg (APA) - Mit der Frage „Warum Kunst produzieren?“ setzt sich die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg im Jahr 2017 auseinander. Diese Frage betreffe die Sommerakademie wie die Kunstschaffenden gleichermaßen, betonte Direktorin Hildegund Amanshauser am Montag bei der diesjährigen Programmpräsentation. „Warum immer noch Kunst lernen und lehren?“

Rund 300 Studierende aus mehr als 50 Ländern werden heuer an einem der insgesamt 18 angebotenen Kursen teilnehmen, von denen 16 traditionell auf der Festung Hohensalzburg durchgeführt werden. Lediglich der Steinbildhauerkurs und ein Schmuckkurs werden in den Steinbruch Fürstenbrunn bzw. ins Künstlerhaus ausgelagert. Das Budget konnte heuer erneut gesteigert werden und liegt nun bei 827.000 Euro, berichtete Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne). 2015 sei man noch bei 753.000 Euro gelegen. Bund, Land und Stadt Salzburg unterstützen die Sommerakademie.

Das Konzept der globalen Akademie sowie die hohe Qualität seien Alleinstellungsmerkmale, die den Erfolg der Sommerakademie auch trotz der großen Zahl an Konkurrenzveranstaltungen ausmache, sagte Amanshauser. Während fast alle Sommerakademien entweder ausschließlich für Studierende oder nur für Laien möglich seien, spreche man in Salzburg Menschen aller Altersgruppen und Bildungsschichten an.

Das Kursprogramm 2017 ist wieder breit gestreut und reicht von der abstrakten Malerei, der Fotografie, Film, Zeichnung, Schmuck, Skulptur bis zum Blogging oder Kuratieren. Die Kurse kosten je nach Dauer (ein bis vier Wochen) 450 bis 1.200 Euro, für Studierende und Schüler machen die ermäßigten Beiträge 370 bis 880 Euro aus. Etwa ein Drittel der Teilnehmer erhält auch heuer wieder ein Stipendium und erspart sich damit den Kursbeitrag. Diese Stipendien finanzieren der Freundesverein der Sommerakademie und eine ganze Reihe von Institutionen. Laut Amanshauser werde sich die Akademie heuer auch intensiv mit Stipendien für Künstler beschäftigen, mit denen die Anreise und der Aufenthalt finanziert werden kann. So gebe es etwa viele Künstler in Südostasien, die das von alleine nicht schaffen, so die Direktorin.

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Wie schon in der Vergangenheit wird die Sommerakademie über das klassische Kursprogramm hinaus auch wieder Rahmenveranstaltungen durchführen. So soll es die „Mittagsgespräche“ auch heuer wieder geben, und auch die „Stadtspaziergänge“ sollen fortgesetzt werden, „wenn uns ein Thema einfällt“. Zudem kann sich Amanshauser Vorträge zur „globalen Akademie“ vorstellen, in denen Lehrende über die Kunst in ihrer Heimat berichten.

(S E R V I C E : Internationale Sommerakademie der Bildenden Künste Salzburg, 0662/842 113; Details zum diesjährigen Kursprogramm und den Lehrenden unter www.summeracademy.at)


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