EU-Kommission will „europäische Säule sozialer Rechte“

EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen sieht kein drohendes Unheil, unter anderem würde sich die Beschäftigungslage verbessern.

(Symbolfoto)
© Keystone

Brüssel – Die EU-Kommission drängt auf eine „europäische Säule sozialer Rechte“. EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen betonte am Montag zu Beginn einer Konferenz in Brüssel zu den nächsten Schritten, Europa könne den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt besser regeln als andere. Zuversichtlich zeigte sie sich über die eingesetzte Erholung. Die Beschäftigungslage verbessere sich.

Die Kommissarin sieht auch kein drohendes Unheil für die EU im Sozialbereich. „Wir haben heute fast fünf Millionen Jobs seit 2014 geschaffen. Außerdem ist die Arbeitslosigkeit um 1,5 Prozent gesunken.“ Natürlich müsse weiter gegen das Armutsrisiko vorgegangen werden, doch auch hier sei der Trend erfreulich. Gegenüber 2012 gebe es fast fünf Millionen von Armut Bedrohte weniger.

Erworbene Rechte „über Ländergrenzen mitnehmen“

Wesentlich ist für Thyssen die Gleichberechtigung und faire Behandlung am Arbeitsmarkt. Die von den Jungen erworbenen sozialen Rechte müssten zwischen den Jobs, den Karrierestufen und auch über Ländergrenzen hinweg mitgenommen werden können.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nannte 2017 das entscheidende Jahr. Es sei Zeit, die europäische Säule sozialer Rechte zu errichten. Der Sozialgipfel in Schweden am 17. November solle ein großer Schritt hin zum Erreichen des Ziels sein.

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Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven sagte, in diesen schwierigen Zeiten müsse die EU zeigen, dass im Alltag der Menschen etwas zum Besseren verändert werden könne. Ein sozialeres Europa mit fairen Arbeitsbedingungen, funktionierenden Arbeitsmärkten und einem starken sozialen Dialog sollte Priorität für alle haben. (APA)


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