Bittere Pillen zum Auftakt des Skiwinters

Skifans fuhren auf Kunstschnee, die Weihnachtsferien lagen ungünstig. Die Nächtigungsbilanz zum 31. Dezember fiel im Bezirk Landeck enttäuschend aus.

© Thomas Boehm / TT

Landeck –Kein Naturschnee weit und breit – das war zu Beginn dieses Winters nicht anders als im Vorjahr. Wegen milder Temperaturen mussten einige Skigebiete den Saisonstart 2015 um ein paar Tage verschieben. Dieses Mal klappte es mit der Beschneiung, die Kanonen liefen auf vollen Touren. Ischgl etwa konnte zum Saisonstart Ende November bereits 100 Pistenkilometer bieten. Doch der Einsatz der Seilbahner löste nicht unbedingt den gewünschten Effekt in der Nächtigungsbilanz aus. Besonders ungünstig auf die erste Bilanz zum Stichtag 31. Dezember ausgewirkt habe sich diesmal die Konstellation der Weihnachtsferien, stellte der Nauderer TVB-Geschäftsführer Manuel Baldauf am Mittwoch fest. Auch die Schneelage spiele eine Rolle. „Die Gäste erwarten Naturschnee in den Alpen. Wenn Skifahren nur auf Kunstschneepisten möglich ist, verzichten einige auf den Urlaub oder verschieben ihn.“ Nauders bekam den „Ferieneffekt“ mit einem Minus von 12,2 Prozent (Quelle: Landesstatistik) zu spüren.

Während Nächtigungskaiser Ischgl „nur“ ein Minus von 3,9 Prozent kassierte, muss St. Anton am Arlberg ein Minus von 13,7 Prozent schlucken. Empfindliche Einbußen gab es diesmal auch für das Sonnenplateau: Serfaus -17,5 Prozent, Fiss -19,8 Prozent sowie Ladis -12,7 Prozent. (hwe)

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